Castroper Tierschutzhof legt neuen Kalender auf

Verein braucht Geld

Das "Refugium für Tiere in Not" in Castrop-Rauxel bekommt wieder Zuwachs: Vereinsgründerin Elke Balz wird an der Hochstraße eine größere Hündin und zwei Rüden aus Portugal aufnehmen. Kranke Hunde. Dafür braucht der Tierschutzhof Geld und legt deswegen einen neuen Kalender für 2018 auf.

CASTROP-RAUXEL

, 26.09.2017, 06:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feruca (links) ist ein zwölfjähriger Rüde und fast ganz erblindet. Texuco (r.o.) ist neun Jahre alt und auf einem Auge blind. Diana (r. u.) ist ebenso alt. Alle Hunde sind sehr scheu und ängstlich gegenüber Menschen.

Feruca (links) ist ein zwölfjähriger Rüde und fast ganz erblindet. Texuco (r.o.) ist neun Jahre alt und auf einem Auge blind. Diana (r. u.) ist ebenso alt. Alle Hunde sind sehr scheu und ängstlich gegenüber Menschen.

Ein neuer Kalender, so Elke Balz, sei eigentlich nicht geplant gewesen. Aber die Kosten sind sehr hoch: „Für die medizinischen Untersuchungen fürs erste etwa 1000 Euro“, so Balz. Die Tiere brauchen einen sogenannten Mittelmeer-Check und weitere Untersuchungen. Ein Hund sei blind, der andere habe nur ein Auge.

Die Tiere sind aus Portugal und kommen im Oktober im Refugium an. Hintergrund ist die Auflösung einer Art Hunde-Heim in Portugal: Die Besitzerin habe auf ihrem Gelände 80 Straßenhunde betreut, aber habe Haus und Hof finanziell nicht halten können. Sie wohne nun in einer Mietwohnung, die Hunde lebten auf einem zwischengepachteten Grundstück, das nur bis Winter zur Verfügung steht.

„Die Tiere suchen nun alle eine feste Bleibe“, so Balz. Drei nimmt sie selbst. „Da wir im Moment Platz haben, konnte ich nicht Nein sagen.“

In den Vorjahren war das Refugium oft schon im August mit dem Kalenderprojekt am Start, diesmal ist man etwas später dran. 60 Kalender will Elke Balz drucken. Einer kostet 12 Euro. Sie sind im Laufe der nächsten Wochen dort erhältlich.

Das Refugium für Tiere ist kein richtiges Tierheim, aber ein Haus, in dem Tiere Zuflucht finden können. Es handelt sich oft um kranke, verletzte, vernachlässigte Tiere. Elke Balz und ihr Team des Vereins kümmert sich an der Hochstraße 39a in Haus und Garten um Esel, Ziegen, Hunde, Katzen, Hühner und andere Kleintiere.

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