CDU und FWI lehnen Gestaltungspläne für Cohen-Platz ab

CASTROP-RAUXEL Wie der Simon-Cohen-Platz umgestaltet werden soll, wurde bereits viel diskutiert. Am Donnerstag stand nun im Betriebsausschuss zur Debatte, ob es überhaupt zur Veränderung des Platzes kommt.

von Von Julia Grunschel

, 06.06.2008, 17:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Rat entscheidet über die Umgestaltung des Cohen-Platzes.

Der Rat entscheidet über die Umgestaltung des Cohen-Platzes.

SPD und Grüne stehen klar hinter den Plänen, die Teil des Konzepts sind, mit dem sich die Stadt 2005 an dem Landeswettbewerb "Stadt macht Platz - NRW macht Plätze" beteiligt hat. CDU und FWI aber nicht. "Die große Lösung bleibt uns leider versagt. Die Frage ist nun, wie weit bringt uns die kleine Lösung? Angesichts der Finanzlage sind wir der Ansicht, die kleine Lösung ist das Geld nicht wert", erklärte Oliver Lind. Ähnliche Kritik übte Günter Beyer für die FWI: "Wir sind erfreut über die Änderungswünsche, aber die 72 000 Euro, die wir für den Eigenanteil ausgeben, wären bei anderen Projekten wie beispielsweise dem Ausbau der Waldenburger Straße besser investiert."

Praktikable Kleinlösung

Notburga Henke von den Grünen verteidigte das vorgestellte Konzept: "Es geht nicht darum, dass wir Geld wegschmeißen, sondern dass der Platz eine sinnvolle Änderung bekommt. Die Lösung, die wir haben, ist eine sinnvolle, praktikable Kleinlösung." Und auch Peter Millner (SPD) unterstrich: "In der Planung und Ausführung sehe ich keine Unzulänglichkeiten. Es ist durchaus in Ordnung, wenn man für einen solchen Preis die Mittel in die Hand nimmt."

Neue Qualitäten in die Altstadt

Heiko Dobrindt, Technischer Beigeordneter, verwies im Laufe der Diskussion auf den erstellten Masterplan für den öffentlichen Raum und mahnte: "Der große Wurf kann hier nicht gelingen, aber wir müssen den Masterplan im Kopf haben und umsetzen, was umsetzbar ist." Schließlich wolle man neue Qualitäten in die Altstadt bringen. Genau das aber kritisierte Hans-Josef Esser (CDU) scharf. Der Platz sei in keinem miserablen Zustand. Es genüge zu reparieren, was an Schäden da ist: "Andere Ortsteile fühlen sich vernachlässigt und verkümmern. Sie bemühen sich seit langem um ein Verkehrskonzept, um zu leben und zu überleben." Nach der Zustimmung von SPD und Grünen wird der Rat nun in der nächsten Woche am Donnerstag eine Entscheidung treffen.

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