Schnee zum Jahresbeginn: Wie wahrscheinlich das ist, was wir Anfang 2019 auf der Bergehalde auf Schwerin erlebten, erklärt eine Metrologin. © Tobias Weckenbrock (A)
Schnee-Prognose

Chancen für Schnee in Castrop-Rauxel stehen aktuell nicht so schlecht

Wie wahrscheinlich ist es, dass es in Castrop-Rauxel in den nächsten Tagen schneit? Das erklärt zu Jahresanfang eine Meteorologin. Vor zwei Jahren gab es ein richtiges Winter-Wunderland.

Auf Spaß mit Schneemann und Schnee-Engel hoffen viele Familien von Jahr zu Jahr. Doch damit es schneit, müssen bestimmte Bedingungen gegeben sein. Welche das sind und warum es für Castrop-Rauxel aktuell gar nicht so schlecht steht, erklärt Diplom-Metrologin Ortrun Roll vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf Anfrage unserer Redaktion.

„Für nachhaltiges Winterwetter mit Schnee muss die großräumige Luftströmung am ehesten aus Nord bis Nordost kommen“, sagt die Fachfrau. „Damit sind die Grundvoraussetzungen, nämlich die Kombination von Kälte und Feuchtigkeit, erfüllt.“ Kommen die Luftmassen etwa aus dem Osten, können die zwar im Winter auch kalt sein, seien dann aber eher trocken.

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Das Schneeparadies von Castrop-Rauxel aus der Luft

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Winterland: Viel Schnee in Castrop-Rauxel

Die Chance auf einen Schneemann zum Jahresbeginn sei da: Es wird es etwas kühler mit frostigen Temperaturen, zunächst nur nachts, zu Wochemitte dann womöglich auch tagsüber. „Richtung Sonntag (3.1.) und Montag (4.1.) verharren die Temperaturen im leichten Frostbereich“, erklärt Ortrun Roll. „Gelegentlich fällt geringfügig Schnee, der die Landschaft etwas überzuckern kann“, sagt sie sogar.

Es sei aber nicht mit einer geschlossenen Schneedecke zu rechnen. Das sei aber für die Region auch eher unüblich. „Statistisch gesehen ist es nicht ungewöhnlich, dass die Weihnachtstage verhältnismäßig mild verlaufen und eine kältere, zum Teil hochwinterliche Phase, nach Jahresbeginn zu erwarten ist“, sagt sie.

Letzte „richtige“ Schneedecke 2019

2019 gab es eine richtige Schneedecke in unserer Region – und das für über zwei Wochen. 2020 hingegen gab es nur sieben Tage, an denen gelegentlich ein paar Flocken gefallen sind.

„In niedriger gelegenen Regionen wie dem südlichen Münsterland und dem Nordrand des Ruhrgebietes gibt es immer häufiger Jahre, in denen nur ganz wenige oder keine Schneedeckentage registriert werden“, sagt Roll. Auf die Frage, ob das bereits mit dem Klimawandel zu tun habe, sagt die Diplom-Metrologin: „Diese Frage lässt sich nicht für ein einzelnes Jahr beantworten. Generell kann man jedoch den Trend zu einem Temperaturanstieg in den letzten Jahren deutlich erkennen.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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