Comedian Martin Fromme bricht auf der JVA-Bühne Tabus

Kultik-Reihe

Mit seinem Programm „Besser Arm ab, als arm dran“ tritt Martin Fromme in der KultiK-Reihe in der JVA Meisenhof auf. Karten gibt es aber nicht zu kaufen.

Ickern

30.01.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martin Fromme tritt in der JVA Meisenhof auf.

Martin Fromme tritt in der JVA Meisenhof auf. © Olli Haas

Darf man das machen: Über Behinderungen lachen? Ist das nicht tabu? Zumindest dann nicht, wenn ein körperbehinderter Mensch über seine eigenen Unzulänglichkeiten herzieht. Er heißt Martin Fromme und ist Deutschlands einziger asymmetrischer Komiker, weil er einen „appen“ Arm hat.

Fromme steht schon seit 1986 auf der Bühne, moderiert seit 2011 die Sendung „Selbstbestimmt!“ unter anderem auf MDR und 3sat. Am Dienstag, 5. Februar, um 19 Uhr bringt er sein Soloprogramm „Besser Arm ab, als arm dran“ auf die Bühne der Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel.

Das letzte Tabu wird gebrochen werden, verspricht er. Wer über Tabus lache, entmystifiziere das Thema und könne leichter damit umgehen.

Verlosung

Fünfmal zwei Karten für Martin Fromme bei KultiK

  • Karten können nicht gekauft werden, sondern werden nur verlost.
  • Wir verlosen fünfmal zwei Karten. Schreiben Sie uns bis Samstag, 15 Uhr, eine E-Mail mit dem Stichwort „Fromme“ an lokalredaktion.castrop@lensingmedia.de.
  • Wer Interesse hat, als „Nachrücker“ kurzfristig einzuspringen, falls Karten zurückgegeben werden, kann sich melden per E-Mail an verwaltung@jva-castrop-rauxel.nrw.de.

Er will Nicht-Behinderte und Behinderte gleichermaßen auf den Arm nehmen. Er hinterfragt ironisch Vorurteile und provoziert, baut aber auch eine Brücke: einfach mal über eigene Unzulänglichkeiten lachen und so zur Normalität im Umgang finden.

Manche nennen das auch „Inklusion“. Das ist eben auch im Gefängnis ein großes Thema für Menschen von drinnen und draußen, Straftäter, Rechtstreue und solche, die bloß nicht erwischt worden sind. Miteinander Lachen, ohne schlechtes Gewissen, ohne Zeigefinger.

Die Veranstaltung ist Teil des Projektes „KultiK – Kultur im Knast“. In loser Folge begrüßt die JVA Künstler, die ohne Gage auftreten und Kultur auf die Bühne des Gefängnisses bringen. Eingeladen zu dieser Veranstaltung sind Inhaftierte, Bedienstete und deren Angehörige, Nachbarn, alle, die Spaß an einem gemeinsamen Kulturerlebnis haben.

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