Computer-Abzocke: Henrichenburgerin sollte Opfer von Betrügern werden

mlzInternet-Betrüger

Heike H. wäre beinahe Opfer einer Computer-Abzocke geworden, wäre sie nicht gleich misstrauisch gewesen. Sie schildert den Vorfall und möchte damit andere Menschen vor der Masche warnen.

Castrop-Rauxel

, 25.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Heike H., die lieber nicht mit ihrem Namen genannt werden möchte, wäre fast einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Was ist passiert? Am Mittwochmorgen rief ein unbekannter Mann die Henrichenburgerin an, der ihr direkt durch einen sehr starken ausländischen Akzent auffiel.

Zunächst beteuerte der Mann, dass er für Microsoft arbeite und eine Meldung erhalten hätte, dass auf dem PC von Heike H. ein Virus gefunden worden sei. Dazu erkundigte er sich, ob es generell Probleme mit Microsoft auf dem PC gebe.

Heike H. wurde ganz schnell misstrauisch

„Genau da wurde ich misstrauisch. Jeder hat doch irgendwann mal Probleme mit seinem Computer. Deshalb ruft aber doch Microsoft nicht an. Hier wollten Betrüger zuschlagen“, ist sich Heike H. im Gespräch mit unserer Redaktion sicher.

Nachdem der vermeintliche Dienstleister die Henrichenburgerin dann auch noch aufforderte, eine gewisse Tastenkombination einzugeben und den PC dann neu zu starten, beendete sie das Gespräch. Und machte damit alles richtig.

Sofort Strafanzeige bei der Polizei gestellt

Anschließend ging Heike H. zur Polizei, um Strafanzeige wegen Betrugs zu erstatten. Das Gespräch mit der Polizei ergab, dass es diese Betrugsversuche nicht erst seit gestern gebe. Die Betrüger kämen oft aus dem asiatischen Raum. Laut Polizei geben sie sich gern als Mitarbeiter von Microsoft aus und versuchen ihre Opfer dazu zu bringen, eine Tastenkombination einzugeben.

Besagte Kombination hat zweierlei Funktionen:

  • Zum einen wird die Kombination verwendet, um Fernzugriff auf den PC des Opfers zu erhalten, um Kontodaten oder andere sensible Informationen abzugreifen.
  • Zum anderen kann beim Neustart des Computers ein Fenster erscheinen, in dem die Opfer aufgefordert werden, eine Zahlung an den vermeintlichen „Dienstleister“ zu transferieren.

Heike H. hat sich beim Telefonat die Nummer der Betrüger notiert: +49527820546. Die ist bekannt. Denn wenn man die Nummer in die Suchmaschine Google eingibt, gibt es zahlreiche Internet-Portale, die vor der Nummer warnen.

Bei verdächtigen Anrufen sofort die Polizei informieren

Das nützt aber nicht viel, denn die Polizei weist darauf hin, dass ständig neue Nummern von den Betrügern generiert werden.

Die Polizei warnt vor der Masche und rät dringend dazu, verdächtige Anrufe sofort der Polizei zu melden, da so betrügerische Maschen in den Fokus der Polizei gerückt werden. Im konkreten Fall, wie bei Heike H. rät Michael Franz, Sprecher der Polizei in Recklinghausen: „Niemals in Vorleistung gehen und keinesfalls Tastenkombinationen in den Computer eingeben.“

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