Vier Alten- und Pflegeheime in Castrop-Rauxel sind bislang im Impf-Plan der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe berücksichtigt. © dpa
Coronavirus

Corona-Impfstart in Castrop-Rauxel: Vier Heime orderten 620 Impfdosen

Der 31. Dezember 2020 war der erste Corona-Impftag in Castrop-Rauxel. Bislang waren die mobilen Impfteams in zwei Pflegeeinrichtungen im Einsatz. Die nächsten Termine stehen bereits fest.

Zehn Tage nach dem offiziellen Impfstart gegen das Coronavirus haben knapp 800 Alten- und Pflegeheime in Westfalen-Lippe rund 106.000 Impfdosen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) vorbestellt und Impftermine vereinbart.

Der bisherige Höchstwert für einen Tag liegt bei rund 12.000 vorbestellten Impfdosen. 44.000 Pflegeheimbewohner und -mitarbeiter konnten – trotz Weihnachtsfeiertagen und Jahreswechsel – geimpft werden. Das berichtet die KVWL am Dienstag (5.1.) in einer Pressemitteilung

In Castrop-Rauxel wird seit dem 31. Dezember geimpft. Bislang waren die mobilen Impfteams in zwei Altenpflegeheimen im Einsatz. Am Mittwoch (6.1.) und Donnerstag (7.1.) stehen zwei weitere Einrichtungen auf dem Impf-Plan. Die Namen nennt Kreis-Pressesprecherin Lena Heimers nicht, um die Abläufe durch mögliche Besuche von Impfgegnern und Corona-Leugnern nicht zu stören.

250 Impfdosen gelten als verimpft

Zusammen haben die vier Einrichtungen in der Europastadt 620 Impfdosen angefordert, 250 davon gelten als „verimpft“. „Wir bekommen allerdings keine Rückmeldungen, wie viele Personen tatsächlich geimpft wurden“, so Heimers. Kleinere Abweichungen seien durchaus möglich. In welcher Reihenfolge Personal und Bewohner geimpft werden, entscheide jede Einrichtung für sich.

Eine konkrete Anzahl der bislang Geimpften in Castrop-Rauxel kann die KVWL aktuell nicht nennen. Momentan sei man damit beschäftigt, die Daten für die 27 Kreise und kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe auszuwerten, so eine KVWL-Sprecherin auf Anfrage. Derzeit ließen sich die Impfzahlen deshalb lokal noch nicht aufschlüsseln.

Bislang hat der Kreis Recklinghausen seit Ende des Jahres 2020 in drei Lieferterminen knapp 5000 Impfdosen erhalten. Weitere rund 5000 Dosen sollen im Laufe des Januars an drei weiteren Terminen geliefert werden.

Großes Engagement der Ärzte und medizinischen Fachkräfte

Die KVWL ist mit dem bisherigen Impf-Verlauf zufrieden. „Die Ärzte und medizinischen Fachkräfte sind mit großem Engagement im Einsatz und leisten wertvolle Arbeit“, berichtet Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL.

Positive Rückmeldungen gebe es auch von den Pflegeheimen, die vor allem die gute Organisation und Zusammenarbeit mit der KVWL betonten: „Mehr als 80 Prozent werteten den Ablauf der Impfungen in ihrer Einrichtung als gut bis sehr gut“, heißt es in der Mitteilung.

„Das freut uns sehr, denn diese Jahrhundert-Impfaktion kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten – und das klappt, trotz zunächst begrenzter Impfstoffmenge, in Westfalen-Lippe sehr gut“, sagt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KVWL.

Die KVWL ist neben der Organisation und Durchführung der Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen auch für die Bestell-Logistik zuständig. Sobald der Großteil der Pflegeheimbewohner und Mitarbeiter geimpft ist, können die verfügbaren Impfdosen auch in den Impfzentren eingesetzt werden. Bislang haben sich aber noch gar nicht alle Heime bei der KVWL gemeldet.

Die Kassenärztliche Vereinigung wird die Bürger informieren, sobald eine Terminvergabe für eine Impfung in den regionalen Impfzentren möglich ist.

Impftermine online vereinbaren

Ausführliche Informationen zu allen Themen rund um das Coronavirus, auch zur Schutzimpfung, finden Interessierte auf der Seite der KVWL unter www.corona-kvwl.de. Alten- und Pflegeheime haben dort auch die Möglichkeit, sich für Impftermine zu registrieren.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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