Corona-Impftermine für spezielle Personengruppe ab Freitag zu buchen

Coronavirus

Wer ein ärztliches Attest hat, hat an Freitag (30.4.) neue Gelegenheiten, sich einen Impftermin gegen das Coronavirus zu besorgen. Das Impfzentrum in Recklinghausen steigt jetzt größer ein.

Castrop-Rauxel

, 27.04.2021, 09:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Impfzentrum im Kreis RE steht auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen.

Das Impfzentrum im Kreis RE steht auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. © Jörg Gutzeit/Martin Klose

Gute Nachrichten für chronisch erkrankte Menschen im Kreis Recklinghausen: Personen mit ärztlichem Attest nach §3 Impfverordnung werden laut Impferlass des Landes ab Freitag (30.4.) den über 70-jährigen gleichgesetzt. Es gibt dafür mehr Impfstoff und mehr Termine im Recklinghäuser Impfzentrum.

Die betroffene Personengruppe kann ab Freitag Termine über die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) buchen. Das geht direkt online im Portal (www.116117.de) oder telefonisch unter 0800 116 117 02. Benötigt wird für die Impfung ein Attest des Arztes, in dem dieser eine Vorerkrankung nach §3 bescheinigt. Krebs fällt u.a. darunter, schwere Lungen-, Leber- und Nierenerkrankungen, Trisomie 21 und geistige Behinderungen, Organtransplantierte.

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Bislang gab es vom Land die Vorgabe, dass 90 Prozent des verfügbaren Impfstoffs für die Impfungen der älteren Menschen über 70 Jahren genutzt werden muss. Somit blieben nur zehn Prozent des Impfstoffs für Vorerkrankte und beruflich priorisierte Personen. „Das waren je nach gelieferter Impfstoffmenge 500 bis 1000 Termine pro Woche. Für die große Anzahl an chronisch kranken Bürgern im Kreis Recklinghausen ein Tropfen auf dem heißen Stein“, findet auch Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums.

KVWL-Plattform als „gute Lösung“

Für ihn ist die Entscheidung, für die Terminvereinbarung auf den großen Apparat der KVWL zurückzugreifen, eine gute. „Wir haben hier im Kreishaus kurzfristig unser Team erweitert, das telefonische Anfragen entgegengenommen und E-Mails beantwortet hat. Der großen Flut an Anfragen war aber nicht Herr zu werden. Für jede E-Mail, die beantwortet wurde, kamen drei neue rein.“

Das Team war ursprünglich nur für die impfberechtigten Berufsgruppen zuständig. „Hinzu kam, dass die Impfung von Chronikern durch uns nur übergangsweise für zwölf Tage organisiert werden sollte, bis die Arztpraxen diese Aufgabe Anfang April übernehmen. Bei dieser Planung blieb es dann aber nicht.“

Wer bis heute aufgrund eine Vorerkrankungen nach §3 eine E-Mail an prioimpfung@kreis-re.de gesendet hat, bekommt eine Rückmeldung, wie er selbst einen Termin buchen kann, wenn freie Kontingente zur Verfügung stehen. Aufgrund der geringen Menge an Impfstoff, die für diese Gruppe verwendet und noch bis Ende der Woche vergeben werden kann, ist eine Terminvergabe per E-Mail nicht möglich. Alle E-Mails, die ab jetzt im Postfach eingehen, werden allerdings nicht mehr bearbeitet.

Weiterhin an die E-Mail-Adresse wenden können sich Personen, die höchstpriorisiert werden müssen, zum Beispiel wegen Chemotherapie oder Organtransplantation. Diese Mails werde man herausfiltern und sich mit denjenigen in Verbindung setzen.

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