In Castrop-Rauxel ist die Lage in den beiden Krankenhäusern in Sachen Covid-Patienten noch relativ entspannt. © Tobias Weckenbrock
Coronavirus

Corona: Intensivstationen in Castrop-Rauxel sind noch aufnahmefähig

Der Lockdown soll auch verhindern, dass Kliniken mit ihren Intensivstationen wegen Corona überlastet werden. In Castrop-Rauxel hat man die Lage noch im Griff, das kann sich aber schnell ändern.

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) hat darauf hingewiesen, dass innerhalb von nur einem Monat die Zahl der stationär aufgenommenen Corona-Patienten im Land um 25 Prozent zugenommen hat. Laut KGNW-Präsident Jochen Brink werde es in den Krankenhäusern „langsam eng“. Einzelne Einrichtungen müssten sich aus der Notfallversorgung abmelden, weil die Intensivstationen ausgelastet seien. Wie sieht es bei den beiden Kliniken in Castrop-Rauxel aus?

Am Rochus in der Castroper Altstadt wird die Situation noch relativ entspannt gesehen. „Zurzeit liegen im St.-Rochus-Hospital neun stationäre Covid-19-Patienten“, hieß es dort auf unsere Anfrage, die wir vergangenen Donnerstag (10.12.) verschickten.

In den letzten vier Wochen habe die Zahl der stationär behandelten Patienten mit Corona an der Glückaufstraße zugenommen, sagt Dr. Holger Böhm, Sprecher der St.-Lukas-Gesellschaft, zu der die Klinik in der Altstadt gehört. Im Durchschnitt der letzten drei Wochen seien jeweils etwa zehn Patienten in Behandlung gewesen, „in der Spitze waren es 14 Patienten“, so Böhm. Ein Teil der Patienten sei auch intensiv-medizinisch behandelt worden. Derzeit befinde sich kein Corona-Patient auf der Intensivstation.

Kapazitäten können kurzfristig erweitert werden

„Wir haben eine Corona-Station und können die Versorgungskapazitäten auch auf der Intensivstation über ein gestuftes System kurzfristig erweitern“, erklärt der Chefarzt der Inneren Medizin, Dr. Christian Szymanski. „Die aktuelle Situation hat derzeit keine Auswirkungen auf andere Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen.“

Am Evangelischen Krankenhaus (EvK) bewegt sich die Versorgung von an Covid erkrankten Patienten seit rund vier Wochen auf gleichbleibendem Niveau, sagt Verwaltungsdirektor Gerhard Glock. Aktuell waren am 10. Dezember neun Covid-Patienten im EvK in stationärer Behandlung. Von diesen neun mussten zwei Patienten auf der Intensivstation beatmet werden, so weist es die Homepage der Klinik aus. Dort kann man die Zahl der Patienten, die in der Klinik wegen Corona behandelt werden, nachsehen.

Pandemie-Situation kann sich rasch ändern

Glock: „Dank unseres gut funktionierenden Hygiene- und Aufnahmemanagements und der engen Zusammenarbeit aller involvierten Berufsgruppen sind wir in der Lage, weiterhin Patienten mit jedweder Erkrankung aufzunehmen.“ Das gelte auch für die Intensivstation. Grundsätzlich, darauf weist das EvK aber in diesem Zusammenhang hin, gebe es aufgrund der Pandemie-Situation ein dynamisches Geschehen, so dass sich die Situation rasch ändern könne.

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Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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