Corona-Inzidenz: Nur Solingen ist schlechter als der Kreis Recklinghausen

Coronavirus

Der Kreis Recklinghausen könnte bald die Rote Laterne bei der Corona-Inzidenz in NRW haben. Nur noch in der Stadt Solingen gibt es aktuell schlechtere Werte. Aber die Ausgangssperre bleibt aus.

Castrop-Rauxel

, 17.12.2020, 08:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Menschen in Castrop-Rauxel tragen seit Monaten tapfer Maske. Die Corona-Werte aber gehen trotzdem nicht entscheidend zurück.

Die Menschen in Castrop-Rauxel tragen seit Monaten tapfer Maske. Die Corona-Werte aber gehen trotzdem nicht entscheidend zurück. © Thomas Schroeter

Der Kreis Recklinghausen ist tatsächlich auf dem besten Weg, in Nordrhein-Westfalen zum unrühmlichen Schlusslicht in der Corona-Pandemie zu werden. Wie die aktuellen Zahlen des Landeszentrums für Gesundheit von 0 Uhr am Donnerstag belegen, hat der Kreis, zu dem Castrop-Rauxel gehört, inzwischen die zweitschlechteste 7-Tage-Inzidenz des Landes.

Hatte bis zur Wochenmitte noch der Kreis Lippe das Schlusslicht gebildet mit Werten von zum Teil weit über 300, so hat man es dort mit einschneidenden Maßnahmen geschafft, die Zahlen inzwischen zumindest wieder unter die 250er-Marke zu drücken.

Kreis überschreitet 250er-Wert deutlich

Im Kreis Recklinghausen dagegen gehen die Werte weiterhin langsam, aber leider auch sehr kontinuierlich nach oben. Schwankten sie in den letzten Tagen um den 250er-Wert, so wurde der jetzt mit 254,2 recht deutlich überschritten.

Nur die Stadt Solingen liegt aktuell mit einer Inzidenz von 270 noch hinter dem Kreis Recklinghausen. Landesweit liegt die Inzidenz bei 176,5, die umliegenden Großstädte Dortmund (175,8), Bochum (199,4) und Herne (230,7) liegen unter den Kreis-Zahlen.

Trotzdem, so hatte es Landrat Bodo Klimpel am Mittwoch verkündet, werde es in und rund um Castrop-Rauxel keine Ausgangssperre geben: „Es macht keinen Sinn, dass wir als Kreis Recklinghausen Maßnahmen erlassen, an die sich in den Nachbarstädten nicht gehalten werden muss. Besonders im Ballungsraum Ruhrgebiet führt das zu einer Verlagerung des Problems, nicht zu einer Lösung“, so Klimpel.

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