Realschul-Chef Horn: Wir hätten gern ein paar Tage mehr Zeit gehabt

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Auch für die Fridtjof-Nansen-Realschule geht der Schulbetrieb live am Montag, 11. Mai, wieder los. Grundsätzlich ist Schulleiter Alfred Horn froh darüber. Der Pädagoge zollt der Stadt Lob.

Habinghorst

, 08.05.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ab Montag (11. Mai) sind die Realschulen im Lande nach der Corona-Zwangspause wieder mit Live-Betrieb der Schülerinnen und Schüler am Start. Alfred Horn, Chef der Fridtjof-Nansen-Realschule (FNR), sieht das mit einem lachenden, aber auch einem verhalten weinenden Auge.

„Im Prinzip finde ich es ja gut, dass in kleinen Schritten hoffentlich die Situation verbessert wird“, sagt Horn im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch dass einzelne Jahrgänge abwechselnd kommen sollen, sieht er weniger als Problem. „Die Abstands- und Hygieneregeln sind nun mal so, wie sie sind“, sagt Horn, der mittlerweile seit zehn Jahren Leiter der Realschule in Habinghorst ist.

Was ihm weniger gut gefällt ist die kurze Vorbereitungszeit: von Donnerstag (7. Mai) bis Montag. Die entsprechende Info sei Mittwochabend spät gekommen. „Natürlich haben wir uns auch vorher schon Gedanken gemacht, wie wir ein System zur Lösung hinbekommen“, betont Horn.

Maskenpflicht in der Schule, aber nicht im Klassenzimmer

Und weil er gerne das Kollegium einbeziehe und hört, was die Elternvertreter sagen, die ihre Sorgen auch einbrächten, hätte er gerne ein bisschen mehr Zeit gehabt. Hätte er wählen können, wäre es vielleicht der 13. statt des 11. Mai gewesen. Jeder Tag zähle da und helfe. Was jetzt schon sicher feststehe: Auf dem Verkehrsgelände der Schule an der Langen Straße, also auf den Fluren und sonstwo im Gebäude solle Maskenpflicht herrschen.

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„Im Unterricht wird es freigestellt sein, ob die Schülerinnen und Schüler eine Schutzmaske tragen“, präzisiert Horn. Er selber als Englisch-Lehrer könne sich nicht gut vorstellen, dass man im Fremdsprachen-Unterricht eine Maske trage.

„Wir hätten gerne unseren Alltag zurück“

In der zurückliegenden Schließungszeit habe sich die FNR wie andere Schulen auch adhoc auf den digitalen Weg begeben. Und die Schulgemeinde untereinander virtuell kommuniziert. „Aber auch wir hätten gerne wieder unseren Alltag zurück“, sagt Horn. Das gelte für das Kollegium ebenso wie für manche Kinder, für die der Schulbesuch die einzige Konstante in ihrem Leben darstelle.

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Kritischer Schulleiter zollt der Stadt ein dickes Lob

Ein dickes Lob zollt der Schulleiter, der nicht immer auf einer Linie mit dem Schulträger lag, der Stadt. „Sie macht hier einen guten Job und ist außerordentlich engagiert“, sagt Horn. Und nur so ganz am Rande: So sauber, wie es jetzt in der FNR sei, sei es wohl nie zuvor gewesen.

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