Corona-Maßnahmen: Was Castrop-Rauxelern leicht und was ihnen schwer fiel

mlzCorona-Umfrage

Mit dem Virus kamen auch die Einschränkungen. In unserer Corona-Umfrage wollten wir von den Castrop-Rauxelern wissen, welche Maßnahmen sie am leichtesten und welche am schwersten einhalten konnten.

Castrop-Rauxel

, 08.07.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus brachte nicht nur eine Krankheit, sondern auch Maßnahmen, um sie zu bekämpfen, mit sich. Mittlerweile sind viele dieser Beschränkungen wieder gelockert, was viele Castrop-Rauxeler gut finden. Interessant ist: Ebenso viele halten das für unverantwortlich.

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Doch egal, was die Castrop-Rauxeler von den Einschränkungen und den Lockerungen halten: Leben mussten sie erst mal damit. Was aber ist ihnen am leichten gefallen und was am schwersten?

Vielen haben Familie und Freunde gefehlt

Die meisten der 347 Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass es ihnen am schwersten gefallen sei, ihre Familie oder Freunde nicht treffen zu können. Vor allem das Besuchsverbot oder die noch eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten im Altenheim wurden von den Teilnehmern an der Umfrage genannt.

Natürlich ging es aber auch in die andere Richtung. Einige Großeltern schrieben, dass es ihnen am schwersten gefallen sei, ihre Enkelkinder nicht sehen zu können.

Vielen fehlte auch der körperliche Kontakt zu ihren Liebsten. „Es ist mir schwer gefallen, meine Familie und Freunde nicht zu umarmen und meine Tochter immer wieder erinnern zu müssen, dass sie Oma und Opa nicht in den Arm nehmen darf“, schreibt ein(e) Leser(in).

Einschränkungen in Sport und Freizeit

Die Sportplätze und Hallen in Castrop-Rauxel waren lange verwaist. Mittlerweile dürfen Mannschaftssportler wieder gemeinsam trainieren, nach wie vor zwar unter Auflagen, die Fußballer dürfen aber etwa auch wieder Freundschaftsspiele bestreiten.

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Einigen Lesern hat gerade das Mannschaftstraining gefehlt, aber auch der Sport und Freizeitaktivitäten generell. Die Ablenkung fehlte vielen, wie einem Leser, dem es gefehlt hat, „auf Konzerte, in die Sauna oder ins Schwimmbad gehen zu können.“

Mit der Maskenpflicht tun sich einige Kommentarschreiber bis heute schwer. Es gab Leser, die uns schrieben, das Atmen würde ihnen schwer fallen. Für einen anderen Teilnehmer war es nicht leicht, „trotz der Maske an die Abstände zu denken oder immer eine Maske dabei zu haben“.



Viele der Umfrage-Teilnehmer gaben an, ihnen sie gerade genau das Abstandhalten leicht gefallen. In 47 von 212 freien Antworten war herauszulesen, dass sie damit überhaupt keine Probleme hatten. Dieses Beispiel und der Vergleich der Antworten der Leser auf die Frage, was ihnen am leichtesten beziehungsweise am schwersten gefallen ist, zeigt klar, dass die Castrop-Rauxeler auch hier keine homogene Masse sind.

Unterschiedliche Wahrnehmung bei den Umfrage-Teilnehmern

16 Personen schrieben etwa, dass es ihnen schwer gefallen sei, zu Hause zu arbeiten oder dort etwas für Schule oder Studium zu tun. Fast genauso viele gaben hingegen an, dass ihnen das Arbeiten während Corona keine Probleme bereitet habe.

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Ähnlich verhält es sich mit dem Zuhause-bleiben. Während gut ein Drittel angab, keine Probleme damit gehabt zu haben, nicht ausgehen zu können oder zu Hause zu bleiben, waren fehlende Freizeitaktivitäten die zweithäufigste Antwort auf die Frage, was ihnen schwer gefallen ist.

Gerade zur Anfangszeit waren viele Menschen vorsichtig bei Einkäufen. Einige gaben nun an, es sei ihnen leicht gefallen, sich dahingehend einzuschränken. So schreibt ein Teilnehmer: „Auf das Einkaufen zu verzichten, ist mir leicht gefallen. Ich habe verschiedene Firmen mit Lieferservice in Anspruch genommen.“

Wieder andere hatten generell keine Probleme mit den Einschränkungen: „Mich haben die Maßnahmen nicht weiter gestört. Ich fand sie angemessen und richtig, demnach ist mir im Grunde genommen alles leicht gefallen.“

Die große Corona-Umfrage

Am 15. Juni starteten wir unter unseren Castrop-Rauxeler Lesern eine Online-Umfrage, die für alle frei zugänglich war. Darin stellten wir knapp 20 Fragen zum Umgang und Empfinden der Corona-Krise in Castrop-Rauxel. 347 Castrop-Rauxeler beteiligten sich an der Umfrage. Einige Antworten waren obligatorisch, andere - vor allem Freitext-Antworten - freiwillig. Die Antworten gingen anonym ein. Wir analysieren in einer Serie diese Woche die Ergebnisse nach einzelnen Themenblöcken.
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Wir haben die Castrop-Rauxeler gefragt, wie ihr Leben mit dem Coronavirus ist. 347 Menschen haben geantwortet. Hier und im Laufe der Woche analysieren wir die Ergebnisse unserer Umfrage.

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