Dachdecker-Unternehmer Milte sendet in Corona-Zeiten Signal an seine Mitarbeiter

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Theo Milte, Chef der gleichnamigen Bedachungs-Firma, bereitet sich in Sachen Coronavirus auf das Schlimmste vor, sagt aber auch: „Ich möchte davon abraten, panisch Mitarbeiter zu entlassen.“

Castrop-Rauxel

, 21.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus und der Umgang mit der Pandemie beschäftigen selbstredend auch den Mittelstand in Castrop-Rauxel. Theo Milte, seit einigen Monaten Chef des Dachdecker-Unternehmens an der Wartburgstraße, sagt: „Ich stehe mit allen jungen Unternehmern bei uns in Castrop-Rauxel in Verbindung.“

Was die Auslastung in dieser Zeit bei Milte selbst angeht, sagt der Unternehmer: „Wir haben Vorsorge getroffen und bereiten uns auf das Schlimmste vor.“ Das A und O drehe sich gleichwohl darum, dass alle Mitarbeiter gesund blieben.

Milte hat Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angemeldet

Vorsichtshalber habe er Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Für den Fall der Fälle, sagt er. Und das sei auch die richtige Empfehlung, egal, ob ein Unternehmen nun fünf oder 500 Mitarbeiter beschäftige. Ganz wichtig dabei sei es, die Anmeldung zur Kurzarbeit nicht nur per Mail zu schicken, sondern auch auf dem klassischen Weg per Post.

Die Milte-Bedachungen GmbH mit Sitz an der Wartburgstraße 241 beschäftigt 66 Mitarbeiter. „Natürlich achten wir auf die Gesundheit unserer Leute“, sagt Theo Milte im Gespräch mit unserer Redaktion. Wer entsprechende Symptome zeige, bei dem werde Fieber gemessen. Und der Kollege präventiv nach Hause geschickt. Zehn Prozent der Belegschaft, sagt Milte, seien derzeit beurlaubt.

Milte: Nicht mit sechs Mann beim Bäcker reingehen

Schließlich gehe es tunlichst darum, die Ausbreitung der Infektionskette zu vermeiden. Weshalb man beispielsweise auch nicht mit sechs Leuten beim Bäcker reingehe, sondern dies einer übernehme, der etwas für alle anderen Kollegen besorge.

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Auch Milte (31) fragt sich, so berichtet er, was aus den versprochenen Hilfen des Bundes werde. „Die Bundesregierung kann schlecht für drei Monate die komplette Wirtschaft subventionieren“, erklärt er. Was ihm am Herzen liegt, sei ein besonderer Appell. „Ich möchte davon abraten, panisch Mitarbeiter zu entlassen“, verdeutlicht er – solange wie es die Situation in den jeweiligen Unternehmen zulässt.

„Was in der Gastronomie abläuft, das ist verheerend“

Man habe drei oder vier konjunkturelle Dellen überstanden, es würde auch wieder besser. „Klar, was in der Caterer-Branche/Gastronomie abläuft, das ist verheerend“, findet er. Man fühle mit den Kolleginnen und Kollegen.

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