EKZ bleibt mit Einschränkungen geöffnet, Security im dm, Existenzangst bei Gastronomen

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Das öffentliche Leben in Castrop-Rauxel ist ein anderes: Während die einen komplett schließen müssen, herrscht woanders großer Andrang. Besondere Regeln gelten für das EKZ Widumer Platz.

Castrop

, 18.03.2020, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Erlass des Landes NRW steht das öffentliche Leben so gut wie still. Wie in allen anderen Städten müssen in Castrop-Rauxel Restaurants ab 15 Uhr schließen, verkaufen danach aber noch Essen to go. Der Einzelhandel wird bis auf wenige Ausnahmen ab Donnerstag (19.3.) gestoppt. Auch das Einkaufszentrum Widumer Platz ist betroffen.

Castrop-Rauxeler Geschäfte machen die Türen zu

Bereits am Mittwoch (18.3.) hat ein Großteil der Geschäfte in der Castroper Altstadt geschlossen. Bekleidungsgeschäfte wie Reiter, Borgerding oder Street One lassen die Türen zu.

Der Juwelier Zimmer und Tchibo haben den Betrieb ebenfalls eingestellt. Und das, obwohl der Erlass der Landesregierung, der die Schließung anordnet, erst am späten Dienstag verkündet wurde, sodass ein offizielles Verbot am Mittwoch noch nicht greifen konnte.

Einzelhändler versuchen weiterhin, ihre Betriebe aufrecht zu erhalten und Kunden entgegenzukommen. Der Betrieb wird aber trotzdem eingeschränkt bleiben.

Einzelhändler versuchen weiterhin, ihre Betriebe aufrecht zu erhalten und Kunden entgegenzukommen. Der Betrieb wird aber trotzdem eingeschränkt bleiben. © Marcia Köhler

„Wir müssen öffnen, um noch etwas zu verdienen“, sagt hingegen Pascal Leuthold von Leuthold’s 1910. Ilir Darcini, Besitzer des italienischen Restaurants Prima Fila, hofft auf die Hilfe des Staats. „Unsere Fixkosten müssen gedeckt werden“, sagt der Italiener. „Es geht um unsere Existenz.“

Das Blumengeschäft Risse am Markt stellt am frühen Mittwochmittag seine Schnittblumen vor das Geschäft, die Passanten können sie sich kostenlos mitnehmen. Auch das Blumengeschäft muss seinen Betrieb nun erst mal einstellen.

Passanten durften sich am Mittwoch kostenlos Blumen mitnehmen, bevor auch Blumen Risse die Türen schloss.

Passanten durften sich am Mittwoch kostenlos Blumen mitnehmen, bevor auch Blumen Risse die Türen schloss. © Tobias Larisch

Dienstleister wie Friseure und Waschsalons dürfen dem Erlass zufolge geöffnet bleiben. Beauty- sowie Nagelstudios in Castrop-Rauxel haben sich teilweise dennoch dazu entschieden, vorsorglich zu schließen.

Generelle Grundversorgung wird gewährleistet sein

Unklar ist bisher, was mit der Confiserie Hussel passiert. Derzeit zählt die Kette zu Lebensmittelgeschäften und hat geöffnet.

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Zeitungsgeschäfte, Supermärkte und Drogerien werden ebenfalls geöffnet bleiben, um eine generelle Grundversorgung zu gewährleisten. Doch auch dort sind am Mittwoch schon einige Veränderungen zu beobachten. Tageszeitungen sind besonders gefragt. „Die sind alle weg, obwohl deutlich weniger Kunden kommen, das macht mir schon Sorge“, sagt die Verkäuferin eines Kiosks.

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In vielen Geschäften hängen Plakate: Produkte werden nur noch in handelsüblichen Mengen verkauft. Masseneinkäufe seien nicht notwendig, im Gegenteil: sie seien kontraproduktiv. Im Drogeriemarkt in der Innenstadt ist sogar Security-Personal eingestellt.

Sonderregelungen für das EKZ Widumer Platz

Für Einkaufszentren gelten besondere Regeln, davon ist auch das EKZ Widumer Platz betroffen. Es wird weiterhin geöffnet bleiben, jedoch mit Einschränkungen. Bis auf die Supermarkt-Kette Kaufland, den Optiker sowie die Bäckerei und die Apotheke werden alle Geschäfte geschlossen sein.

Nur wer eines der geöffneten Geschäfte besucht, darf das EKZ betreten. Der bloße Aufenthalt im Gebäude bleibt untersagt.

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