Polizei hält an Schulen in Castrop-Rauxel nach „Querdenkern“ Ausschau

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Polizeibeamte haben sich am Montagmorgen vor den Schulen in Castrop-Rauxel blicken lassen und Präsenz gezeigt. Anlass war eine möglicherweise geplante „Querdenker“-Demonstration.

Castrop-Rauxel

, 09.11.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Streifenwagen der Polizei haben am Montagmorgen vor Unterrichtsbeginn gezielt vor den Schulen in Castrop-Rauxel gehalten. Sie beobachteten, ob es tatsächlich zu Aktionen von Maskengegnern kommen würde. Das nordrhein-westfälische Bildungsministerium hatte die Schulen vergangene Woche vor Aktionen der Initiative „Querdenken 711“ am 9. November gewarnt.

„Wir waren alarmiert“, bestätigt Kreispolizeisprecherin Ramona Hörst. Neben den Streifenwagen-Besatzungen hielten auch die Beamten, die wegen der Schulwegsicherung sowieso vor Ort waren, nach Maskengegnern und möglichen Aktionen Ausschau, um mögliche Zwischenfälle zu verhindern. Und das nicht nur in Castrop-Rauxel, sondern im gesamten Kreisgebiet.

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Die Lage war nicht ganz klar. Das Ministerium für Schule und Bildung hatte von Hinweisen berichtet, dass die Initiative „Querdenken 711“ am 9. November deutschlandweit an 1000 Schulen Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen wolle.

Politische Infostände vor Schulen sind verboten

„Insbesondere sollen Eltern, die Mitglied der Initiative sind oder dieser nahe stehen, Kinder und deren Angehörige auf dem Schulweg ansprechen und diesen unwirksame Masken mit einem Logo der Initiative und eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anbieten, um auf die angebliche Gefährlichkeit und Unwirksamkeit der Masken hinzuweisen“, hieß es in einer Schulmail des Ministeriums über die Pläne der Maskengegner. Es wies ausdrücklich auf das Gebot politischer Neutralität an Schulen hin. Infostände mit politischem Inhalt sind demzufolge vor Schulen verboten.

Die Initiative „Querdenken 711“ hatte bestritten, dass es offizielle Aktionen von Unterstützern geben werde. Es habe sich nur um „einen Test der Kommunikationsstrukturen gehandelt“. Darauf wollte sich die Polizei nicht verlassen. Sie war am Montagmorgen vor Ort, auch um im Falle des Falles die Schüler zu warnen und aufzuklären und gegebenenfalls einzuschreiten.

Das war in Castrop-Rauxel offensichtlich nicht notwendig. Ramona Hörst kann von keiner Aktion berichten, es habe auch keine entsprechenden Hinweise von Eltern an die Polizei gegeben. Auch Stadtsprecherin Uta Stevens erklärte auf Anfrage, dass kein Hinweis eingegangen sei. Auch die Schulen in Castrop-Rauxel hätten gemeldet, dass alles ruhig geblieben sei.

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