Trotz Corona-Quarantäne: Psychotherapeut rät, normale Tagesstrukturen beizubehalten

Cornavirus

Wer derzeit zu Hause arbeitet oder in Quarantäne ist, hat seine normale Tagesstruktur verloren. Ein Psychotherapeut aus Castrop-Rauxel rät, sie zurückzuerobern – oder eine neue zu schaffen.

Castrop-Rauxel

, 30.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch in der Quarantäne sollte der Tag seine Struktur behalten – oder eine neue bekommen.

Auch in der Quarantäne sollte der Tag seine Struktur behalten – oder eine neue bekommen. © picture alliance/dpa

Morgens nicht mehr zur Arbeit zu gehen, sondern nur an den heimischen Schreib- oder Esstisch, bedeutet für viele einen gravierenden Einschnitt in ihre Tagesroutine. Fürs Home Office müssen sie noch nicht einmal den Schlafanzug gegen normale Kleidung tauschen.

Doch auch diejenigen, die noch normal zur Arbeit gehen dürfen, haben derzeit wegen des Coronavirus einen anderen Tagesablauf. Nach Feierabend Freunde zu treffen ist nicht mehr erlaubt, das Fitnessstudio ist geschlossen.

Wer in Quarantäne ist und gar nicht arbeitet, hat es oft noch schwerer, irgendeine Routine beizubehalten. „Man verliert schnell Strukturen, wenn man zu Hause bleiben muss“, sagt Olaf Maletzki, Kinder- und Jugendpsychotherapeut aus Frohlinde.

Es braucht neue Strukturen

Für einen Urlaub oder während einer Krankheit sei das meist unproblematisch, doch im Alltag dürfe das nicht passieren, da Menschen gewisse Routinen für ein gutes Gefühl brauchen.

„Trotz der aktuellen Situation sollten die Menschen versuchen, ihre Strukturen weitestgehend beizubehalten – und ansonsten neue zu schaffen“, erklärt Maletzki.

Pünktlich aufzustehen, sich auch fürs Home Office oder die Quarantäne umzuziehen und geregelte Mahlzeiten einzunehmen: All das sei wichtig. Das Fitnessstudio könne durch Joggen oder ein Home Workout ersetzt werden, Treffen mit Freunden durch Telefonate.

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