Da hat jemand das Gelb für die Ampel vergessen

Fahrlehrer Volker Tech

Fahrlehrer Volker Tech ist seit 25 Jahren als Fahrlehrer unterwegs auf den Straßen der Stadt. Jetzt hat er sich für unsere Zeitung Zeit genommen, um auf ein paar knifflige Ecken hinzuweisen. Und davon gibt es in der stadt so manche.

CASTROP-RAUXEL

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 02.04.2011, 08:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Manche Regelungen verstehe ich nicht", erklärt der 48-Jährige, "manchmal gibt's aber auch bauliche Gegebenheiten, da kann man nix ändern." Und Tech legt Wert darauf, dass er keinesfalls meckern will, sondern konstruktiv kritisieren. Es geht los auf der Funkestraße - einer Spielstraße. Das Auto rollt sacht, so ist das also, wenn man vorschriftsmäßig maximal 7 km/h fährt, was der gemeine Tacho gar nicht anzeigt. Schon am Knick auf die Bodelschwingher Straße stimmen die Abstände der Schilder nicht. Schwamm drüber, nicht so wichtig. Da gibt es ganz andere Ecken. "Wichtig ist für mich immer, dass sich auch Ortsfremde zurechtfinden können," beschreibt Tech. Die Ecke  Luisenstraße/Wilhelmstraße etwa sei früher ein "Fahrschüler-Tod" gewesen, jetzt sei sie ein wenig entschärft.An der Ampel wurde Geld vergessen Die neue Linksabbieger-Ampel von der B 235 auf die Dortmunder Straße sei richtig gut, befindet der Frohlinder, aber bei der Rechtsabbiegerspur von der Dortmunder Straße auf die Ringstraße wundere er sich immer wieder. Es geht um die Ampel mit dem Rechtsabbiegerpfeil. Tech: "Da haben sie wohl Gelb vergessen. Oder ist die Ampel von Anfang an kaputt?" Hängen jedenfalls tut die zweite Ampel. Tech: "Das ist hier ohnehin eine der Kreuzungen, auf denen am häufigsten gehupt wird." Weil häufig der grüne Linksabbiegerpfeil verpennt werde. Und die Hälfte der Autofahrer, die rechts abbiegen will, schätzt er, führe bei Rot der Hauptampel durch.An der Bären-Apotheke an der Oberen Münsterstraße zeigt Tech auf das Schild mit dem eingeschränkten Halteverbot auf dem Parkstreifen und fragt: "Ist das nun ein Parkplatz oder nicht?" Wer dort anhalte, dürfe jedenfalls sein Auto nicht verlassen. Ach ja, die Altstadt. Wer einmal drin sei mit dem Auto, könne nicht mehr umkehren. "Die Lönsstraße wieder für den Individualverkehr zu öffnen, das gäbe das reinste Chaos", ist Tech überzeugt. Und schiebt hinterher: "Wer sich hier mit dem Navi orientieren will, kann verzweifeln."

Beim Wechsel von der Lönsstraße zum Stadtgarten fehle ein Schild zur Geschwindigkeit. "Es geht mir nicht darum, den Schilderwald zu vergrößern", sagt Tech, "aber ich schärfe meinen Fahrschülern ein, dass sie sensibel und konzentriert auf Verkehr und Schilder schauen." Auf der Dortmunder Straße Richtung Golfplatz darf Tech ein bisschen mehr Gas geben und 70 fahren. Auf der Gegenseite Richtung Schwerin stehen gleich drei Tempo 50-Schilder kurz hintereinander. "Versteh ich nicht", sagt Tech.

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