Das sind die Preisträger der Ehrennadel-Verleihung

Einsatz in Castrop-Rauxel

Sie gilt als besondere Auszeichnung für Ehrenamtliche: die Nadel von Castrop-Rauxel. Bürgermeister Rajko Kravanja verlieh beim diesjährigen Neujahrsempfang am Sonntagvormittag vier Exemplare. Doch auch alle anderen Flüchtlingshelfer gehen nicht leer aus. Für sie gibt es dieses Jahr erstmals ein großes Fest.

CASTROP-RAUXEL

, 17.01.2016, 15:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Ehrennadel der Stadt Castrop-Rauxel wird an Bürger verliehen, die sich besonders durch ein Ehrenamt ausgezeichnet haben.

Die Ehrennadel der Stadt Castrop-Rauxel wird an Bürger verliehen, die sich besonders durch ein Ehrenamt ausgezeichnet haben.

Die stillen Heldinnen und Helden des Alltags zu ehren, fiel der Stadt Castrop-Rauxel niemals so schwer wie am Sonntagvormittag in der Stadthalle. Denn bei der zehnten Verleihung der Ehrennadel wirklich allen ehrenamtlichen Bürgern Dank auszusprechen, die im letzten Jahr besonderes bewegt hatten, hätte schier den Rahmen des Neujahrsempfangs gesprengt.

"Deswegen mussten wir uns was einfallen lassen“, erklärte Bürgermeister Rajko Kravanja den rund 400 Besuchern, die am Neujahrsempfang teilnahmen. All jene ehrenamtlich für Flüchtlinge Engagierten, die beim Neujahrsempfang nicht geehrt werden konnten, sollen daher im Sommer ein anderes Geschenk der Wertschätzung erhalten, so Kravanja.

Großes Fest für alle Ehrenamtlichen geplant

Dann soll in Castrop-Rauxel ein großes Fest stattfinden, zu dem alle ehrenamtlich tätigen Bürger eingeladen werden. Deren Bewirtung werden dann die kommunale Politik und die Ratsmitglieder übernehmen.

An vier Castrop-Rauxeler, die sich vorbildlich und beispielhaft um ihre Mitmenschen und ihre Stadt verdient gemacht hatten, wurden am Sonntag aber doch ausgezeichnet: Manfred Goerke, Elvira Kljucianin, Julius Rümenapp und Martina Plum.

Manfred Goerke - Herz und Seele Pöppinghausens

Manfred Goerke*, Herz und Seele des Vereins SuS Pöppinghausen 1955, hat auch über seine über 20 Jahre währende Zeit als Jugendleiter des SuS hinaus viel im Dorf bewegt. Der heutige Ehrenvorsitzende setzte sich insbesondere für die Integration Laotischer Flüchtlingskinder ein und wurde für seine ehrenamtliche Tätigkeit und Verdienste um den Sport bereits mehrfach vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen ausgezeichnet.

Auch engagiert sich Manfred Goerke im Verein zur Erhaltung von Jugend- und Kulturarbeit in Pöppinghausen und gilt als kompetenter Ansprechpartner , der stets die Bereitschaft an den Tag legt, für das Wohl der dörflichen Gemeinschaft einzustehen.

*Manfred Goerke konnte nicht persönlich zur Verleihung erscheinen. Sein Sohn Michael Goerke nahm den Preis stellvertretend entgegen.

Elvira Kljucianin - Stadtteilmutter in Habinghorst

Elvira Kljucianin unterstützt und begleitet ausländische Familien, die in Castrop-Rauxel eine neue Heimat gefunden, haben als Stadtteilmutter in Habinghorst. Als Flüchtling kam sie zu Zeiten des Balkankrieges nach Castrop-Rauxel und engagiert sich seither im Ehrenamt. Seit 2014 zeichnet sie sich durch ihren besonderen Einsatz im gemeinsamen Projekt der Caritas und der sozialen Dienste Stadtteilmütter und - väter in Habinghorst aus.

Laudatorin Petra Glöß, Sozialdezernentin a.D., über Elvira Kljucianin: „Die Hilfe, die ihr in ihrer neuen Heimat entgegengebracht wurde, gibt sie heute als kompetente Ansprechpartnerin für Familien aus anderen Kulturkreisen an andere Menschen weiter.“

Julius Rümenapp - Denker, Lenker und Chronist Deininghausens

Julius Rümenapp ist ein Denker, Lenker und Chronist Deininghausens, der sich seit Jahren für Bürger und Benachteiligte einsetzt. Er ist Mitbegründer und Ideengeber des Vereins Bürger für Deininghausen, der durch das Förderprogramm „Soziale Stadt“ des Landes NRW nachhaltige Angebote im Stadtteil schaffen konnte.

So gaben Julius Rümenapp und seine Mitstreiter im Verein wichtige Impulse und waren für sie Schaffung eines Begegnungszentrums in Deininghausen mitverantwortlich. ein Angebote des Zentrums sind unter anderem ein Café, Sprachkurse für Migrantinnen, Gesprächskreise türkischer Frauen sowie Tagungsräume für ortsansässige Vereine und Parteien im Stadtteil.

Martina Plum - Mitbegründerin des Vereins Sternenkinder Vest

Martina Plum ist die Mitbegründerin des Vereins Sternenkinder Vest und hat mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz Menschen geholfen, zurück ins Leben zu finden, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben. Im Mai 2011 gründete sie zusammen mit Melanie Richter den Verein, der die Öffentlichkeit für das Gedenken an früh verstorbene Kinder sensibilisieren soll und anderen betroffenen Eltern Hilfestellung bietet.

Durch das Engagement des Vereins entstand die Gedächtnisskulptur „Cosmos“ an der Bahnhofstraße, wurde die Wiese, auf der sie seit 2014 steht, zu einer Gedenkstätte. Darüber hinaus ist Martina Plum ebenso im Verein „Mein Ickern“ ehrenamtlich aktiv.

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