Das steckte hinter dem Spezialeinsatz am Marktplatz

Sprengstoffexperten des LKA in Castrop

Eine Spezial-Einsatztruppe der Polizei hat am Freitag gegen 11 Uhr am Marktplatz in Castrop für Aufsehen gesorgt. Hintergrund ist der Todesfall eines 32-jährigen Mannes in einer Wohnung in der Nähe der Lambertuskirche Ende November. Warum erst jetzt der Einsatz erfolgte, steht hier.

CASTROP

, 16.12.2016, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Castroper Altstadt Am Markt war der LKA-Einsatz am Freitag.

In der Castroper Altstadt Am Markt war der LKA-Einsatz am Freitag.

Beim Auffinden des Mannes fand man auch pyrotechnisches Bastelmaterial – und versiegelte daraufhin die Wohnung. Bis Freitag. Gegen 10.30 Uhr kamen dann Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes nach Castrop, um erneut in die Wohnung zu gehen und besagtes Material einzusammeln, mit dem man Feuerwerkskörper bauen kann.

Zugriff um drei Wochen aufgeschoben

„Die Kollegen können beurteilen, um was für Material und um welche Gefahrenstufe es sich handelt“, sagte Ramona Hörst, Sprecherin der Kreispolizei Recklinghausen, am Freitagnachmittag auf Anfrage unserer Redaktion.

Akute Explosions- oder Feuergefahr habe nicht bestanden, darum haben Polizei und LKA den Zugriff um drei Wochen aufschieben können, hieß es. Der Mann war nach Angaben der Kreispolizeibehörde schon am 30. November ums Leben gekommen.

"Fremdverschulden ist ausgeschlossen"

Der Todesfall habe mit dem Feuerwerks-Zubehör aber nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen nichts zu tun. Man vermute einen Unglücksfall nach Drogenmissbrauch, wie Ramona Hörst uns gegenüber bestätigte. „Fremdverschulden ausgeschlossen“, so die Polizeisprecherin.

Experten vom Landeskriminalamt

Bei Auffinden des Leichnams waren Ende November zunächst ein Notarzt und der Streifendienst der Polizei vor Ort. Dann wurde die Kriminalpolizei hinzugezogen, die aber wegen des Feuerwerks-Zubehörs die Experten des Landeskriminalamtes alarmierte.

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