Der "City-Tree" ist in Castrop-Rauxel angekommen

Berliner Platz

Mitarbeiter der Firma Green City Solutions haben am Donnerstag den Stadtbaum, den sogenannten „City Tree“, am Berliner Platz vor dem Hauptbahnhof in Castrop-Rauxel aufgebaut. Die Stadtwerke hatten ihn der Stadt geschenkt. Wir erklären, was die Funktion des Stadtbaums ist.

CASTROP-RAUXEL

, 31.08.2017, 16:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der City-Tree ist in Castrop-Rauxel angekommen.

Der City-Tree ist in Castrop-Rauxel angekommen.

Der City Tree soll die Luft reinigen: Die Umweltleistung von 275 Stadtbäumen soll er erbringen, also Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln, Feinstaub und Stickoxide aufnehmen und die Umgebungsluft kühlen.

Es gibt unterschiedliche Varianten der Moosstelen. Die Ausgabe in Castrop-Rauxel kann mit zwei Sitzbänken aufwarten und versorgt sich dank Solarzellen, die auf der Stele installiert werden, selbst mit Energie. Die wird benötigt, um die Pumpen für die Wasserversorgung der Pflanzen zu betreiben.

Stadtbaum in Castrop soll lange grün bleiben

Im Gegensatz zu der Bepflanzung an den beiden Stadtbäumen am und im Essener Hauptbahnhof, die sich bereits nach relativ kurzer Blüte braun verfärbten, soll der Stadtbaum in Castrop lange grün bleiben. „Sowas kann passieren. Wir haben jetzt andere Moose gepflanzt, es sollte also nicht mehr vorkommen“, sagte ein Mitarbeiter der Firma, der den Baum am Berliner Platz aufbaute.

Der gesamte Aufbau ging übrigens recht schnell. „Wir haben am späten Vormittag angefangen, zwischen 18 und 19 Uhr wollen wir dann soweit fertig sein“, so der Mitarbeiter am frühen Nachmittag.

Muss auch, denn: Am Freitag, 1. September, um 14 Uhr wird der „City Tree“ offiziell eröffnet. Alle interessierten Castrop-Rauxeler sind eingeladen. Die Stadtwerke, die den Stadtbaum auch gesponsert haben, geben Currywurst und Smoothies aus. Jeder kann sich vor Ort ein eigenes Bild vom „City Tree“ machen.

Nicht die einzige Maßnahme für saubere Luft

Wie berichtet hat Castrop-Rauxel neben Dortmund auch Pflastersteine verlegt, die für bessere Luft sorgen sollen. Die Steine, die auf Teilen des neuen Marktplatzes in Castrop-Rauxel verlegt wurden, sehen aus wie: ganz normale Pflastersteine. Grau und grobkörnig. Aber sie sollen richtig was können – sie sollen die Stickoxidbelastung senken. Doch die sogenannten AirClean-Steine sind umstritten: Sie sind teuer und ihre Wirksamkeit ist umstritten. 

Das Ganze soll so funktionieren: Den Steinen wird Titandioxid beigemischt. Der Stoff wirkt als sogenannter Photokatalysator: Trifft Sonnenlicht auf die Titandioxid-Fläche, werden die gasförmigen Stickoxide in Nitrate umgewandelt, die letztlich vom Regen abgewaschen werden. Sie landen in der Kanalisation oder im Grundwasser – laut Hersteller in unbedenklichen Mengen.

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