Deutliche Zunahme von Corona-Massentests im Kreis Recklinghausen

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Massentests werden offenbar zum unverzichtbaren Mittel im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus. Für die mobilen Einsatzteams des DRK werden sie zunehmend zur Herausforderung.

Castrop-Rauxel

, 06.11.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch scheint kein Ende in Sicht. Trotz der weitreichenden Verschärfung der Corona-Schutzverordnung ist die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen zuletzt noch gestiegen. Immer häufiger werden deshalb Großtestungen vorgenommen. In Castrop-Rauxel zuletzt an der Lindenschule in Frohlinde und einer Kita in Merklinde. Dabei ist das Deutsche Rote Kreuz mit mehreren mobilen Teams im Einsatz.

„Massentest“ erst ab 100 Personen

Schlange stehen für den Corona-Test – ein Bild, das sich zuletzt auch an der Lindenschule zeigte. 36 Schüler wurden hier gleichzeitig von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf eine mögliche Virusinfektion getestet.

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Derart flächendeckende Testungen sind laut DRK-Vorstand Christoph Behrenspöhler aus Castrop-Rauxel längst keine Seltenheit mehr. Für das DRK gelte eine Testreihe allerdings erst als „Massentest“, wenn mehr als 100 Menschen gleichzeitig getestet würden.

„Ein Test wie der in Frohlinde wird deshalb offiziell gar nicht als Großtestung verstanden. Von den tatsächlichen Massentests werden derzeit pro Woche etwa zwei bis drei vorgenommen. Das ist auf jeden Fall eine deutliche Zunahme im Vergleich zum Spätsommer“, erklärt Behrenspöhler.

Hierfür seien im gesamten Kreisgebiet jeweils von montags bis freitags fünf oder sechs mobile Einsatzteams der Hilfsorganisationen unterwegs. Am Wochenende reduziere man die Zahl auf ein bis zwei Einheiten.

Pro Tag werden 500 Tests durchgeführt

„Zusätzlich sind mittlerweile weitere fünf Teams der Bundeswehr im Kreis vor Ort. Vor allem auch der Einsatz der Soldaten hilft uns dabei, die aktuelle Situation bewerkstelligen zu können“, so Behrenspöhler. Derzeit seien die vorhandenen Ressourcen, sprich die Anzahl der stationären Abstrichstellen, der mobilen Einsatzteams und der Laborkapazitäten noch ausreichend.

Zwar sei die Auslastung der eingesetzten Kräfte dem DRK-Vorstand zufolge zwischenzeitlich „außerordentlich hoch“ gewesen, durch die Unterstützung der Bundeswehr und den Betrieb zweier stationärer Testzentren sei diese allerdings wieder etwas gesunken.

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Insgesamt werden mithilfe der beiden stationären Abstrichstellen des Kreises und den mobilen Teams laut Behrenspöhler täglich im Durchschnitt 500 PCR-Tests durchgeführt. Obwohl die Laborkapazitäten noch ausreichen würden, gibt es allerdings auch eine Grenze für Großtestungen. „Diese Massentests können wir nur in einer Größenordnung bis 500 Tests realisieren. Bei einer höheren Anzahl würde das die Möglichkeiten in den Laboren auf jeden Fall übersteigen“, betont Behrenspöhler.

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