DGB unterstützt "Allianz für den freien Sonntag"

Initiative

Rückenwind für die "Allianz für den freien Sonntag": Der Ortsverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wird der bislang von beiden großen Kirchen getragenen Initiative zum Erhalt eines arbeitsfreien Sonntags offiziell beitreten, erklärte Ortschef Udo Behrenspöhler.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 19.10.2011, 17:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Vorsitzende des Schulausschusses Udo Behrenspöhler  ließ den Wortlaut des Papiers der Bezirksregierung auf der  Sitzung des Schulausschusses verteilen.

Der Vorsitzende des Schulausschusses Udo Behrenspöhler ließ den Wortlaut des Papiers der Bezirksregierung auf der Sitzung des Schulausschusses verteilen.

Ungeachtet des wachsenden Widerstandes gegen die ausufernde Praxis verkaufsoffener Sonntage will die Stadtverwaltung wie in diesem Jahr auch 2012 und 2013 erneut 13 verkaufsoffene Sonntage genehmigen. Eine entsprechende Vorlage kündigte Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann für die nächste Sitzung des zuständigen Fachausschusses B 1 am 30. November an. „Die derzeit noch unter Vorbehalt stehende Liste soll unverändert beschlossen werden“, sagte sie. Behrenspöhler nannte diese Praxis „bedenklich“: „Es ist richtig, wenn hier von einer ausufernden Praxis der Verkaufszeiten an Sonntagen von den Kirchen gesprochen wird. Uns, den Gewerkschaften, geht es darum, dass Menschen, die unter erheblichen Leistungsdruck und täglichem Stress ihre Arbeit verrichten müssen, einen Anspruch darauf haben, mit der Familie diesen Ruhetag zu verbringen“, erklärte er wörtlich.

Und stellte darüber hinaus klar: „Bei dieser Diskussion geht es nicht darum, dass den Konsumenten der Spaß verdorben wird oder gar den Gewerbetreibenden die Einnahmen nicht gegönnt werden.“ Es gehe vielmehr darum, dass der Sonntag den Menschen zur Erholung dient, er als gemeinsamer Tag wichtig für Familien und Gemeinschaften ist. Die „Allianz“ hatte erst am vergangenen Sonntag in einer konzertierten Aktion in den Gottesdiensten für ihre Ziele geworben. Dabei hatte der stellvertretende Dechant Franz-Josef Eckert Parteien und Gewerkschaften dazu aufgerufen, sich demm Anliegen der Kirchen anzuschließen. 

Lesen Sie jetzt