Die Corona-Chronologie: Die Entwicklung der Pandemie in Castrop-Rauxel

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Die Zeit ist in der Corona-Krise zu einem speziellen Faktor geworden: Es kommt einem vor, als wäre sie schon ewig da. Wir blicken auf die Meilensteine der Entwicklung in Castrop-Rauxel zurück.

Castrop-Rauxel

, 20.05.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 9 min

Die Corona-Krise hat Castrop-Rauxel weiter fest im Griff. Die Zeit läuft ohne Pause weiter, doch mittlerweile haben sich die Menschen anscheinend an die Einschränkungen im täglichen Leben gewöhnt.

Tag um Tag vergeht und gefühlt geht diese Krise schon lange. Doch wie lange eigentlich? Wir blicken noch einmal zurück auf die vergangenen Wochen rund um die Auswirkungen des Coronavirus in Castrop-Rauxel.

4. Februar: Das Coronavirus wird noch belächelt

Der Ausbruch des Coronavirus Anfang Januar im chinesischen Wuhan wird in Castrop-Rauxel eher noch müde belächelt. Einzig die Inhaber von Restaurants mit asiatischen Wurzeln machen bereits negative Erfahrungen hinsichtlich des Umgangs mit dem Virus, obwohl in ganz Deutschland erst zehn infizierte Personen gibt.

Der Vietnamese Bao Tran vom Asia-Imbiss Panda in der Castroper Altstadt sagt, Kunden hätten ihn auf das Thema angesprochen. Auswirkungen auf das Geschäft gebe es aber nicht.

8. Februar: Ein Mundschutz sei nur in Einzelfällen nötig

Obwohl die Maskenpflicht erst ab dem 27. April greifen wird, gibt es schon Anfang Februar einen regelrechten „Run“ auf Mundschutzmasken. „Mundschutz-Masken sind derzeit stark gefragt und oftmals nicht mehr über den Großhandel erhältlich“, sagte der Apothekensprecher Claus Ehrensberger. Davon, dass der Mundschutz helfen könnte, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, ist noch nicht die Rede. Sowohl Apotheker als auch Ärzte raten eher, sich gründlich die Hände zu waschen.

28. Februar: Erste Veranstaltung aufgrund des Coronavirus abgesagt

Eigentlich möchte die CDU Castrop-Rauxel am 29. Februar in der Gaststätte des Golfclubs in Frohlinde die Sportler des Jahres küren. Doch einen Tag vor der Veranstaltung entscheiden sich die Verantwortlichen, den Abend des Sports abzusagen. Damals sagt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Carsten Papp mit Blick auf einen Nachholtermin: „Wir wissen ja leider nicht, wie lange die Phase des Coronavirus anhält. Wir sind aber bestrebt, die Veranstaltung nachzuholen, das haben die Sportler verdient.“

5. März: Castrop-Rauxeler Ärzte treffen sich zu einem Corona-Gipfel

Castrop-Rauxeler Fach- und Allgemeinärzte treffen sich, um einen Schlachtplan zu entwickeln, falls es zu einer ersten Infizierung eines Europastädters mit dem Coronavirus kommt. Auch ein wichtiger Punkt beim Gipfel: die fehlende Schutzkleidung. „Die Kollegen sind nicht besonders gut ausgestattet“, sagt Allgemeinmediziner Holger Knapp aus Ickern. „Zu Anfang des Ausbruchs haben wir entsprechende Schutzkleidung bestellt, aber bei einer Epidemie sind unsere 30 FFP2 Masken ruckzuck aufgebraucht. Vieles sind Einmalartikel.“

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7. März: Molekular-Biologin aus Ickern relativiert Panik zum Coronavirus

So langsam bricht unter den Castrop-Rauxelern eine regelrechte Panik rund um das Coronavirus aus. Supermarkt-Kunden berichten von Hamsterkäufen; Desinfektionsmittel und Atemmasken sind ausverkauft. Daher sieht sich eine Molekular-Biologin aus Ickern in der Facebook-Gruppe „Du bist Ickerner, wenn...“ dazu veranlasst, die Panik zu relativieren. Jutta Schiffer erklärt, es sei nachgewiesen, dass das Virus mittlerweile mutiert ist und die in Europa auftretenden Varianten nicht so gefährlich seien wie die in China.

10. März: Frühlingsmarkt als Großveranstaltung abgesagt

Casconcept wollte vom 27. bis zum 29. März den Frühlingsmarkt in der Castroper Altstadt veranstalten. Wegen der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abzusagen, sagt Casconcept den Markt ab.

Wobei Casconcept-Chef Matthias Zimmer auf ein schnelles Ende der Corona-Krise hofft: „Wenn jetzt möglichst viele solcher Großveranstaltungen abgesagt werden, gelingt es uns in Deutschland vielleicht, das Virus einzudämmen, bevor es richtig schlimm wird.“

12. März: Erster Castrop-Rauxeler mit dem Coronavirus infiziert

Es gibt den ersten Corona-Fall in der Europastadt. Ein Mann ist positiv auf das Virus getestet worden. Am Nachmittag des 12. März wird sogar noch ein zweiter Fall gemeldet.

Und: Das Coronavirus ist nun auch im Sport angekommen. Die Handballer lassen ab sofort den Spielbetrieb ruhen, ebenso die Korfballer und die Basketballer. Fabian Wolf, Trainer der Handballerinnen des TuS Ickern, sagt: „Es gibt natürlich Wichtigeres als den Sport. Daher ist die richtig, die Saison zu stoppen.“

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13. März: Schulen und Kitas in Castrop-Rauxel geschlossen

Die Auswirkungen des Coronavirus haben Castrop-Rauxel voll im Griff. Bürgermeister Rajko Kravanja informiert in einer Pressekonferenz über die anstehenden Maßnahmen. Schulunterricht findet bereits ab Montag, 16. März, nicht mehr statt. Ab Mittwoch, 18. März, sind Schulen und Kitas komplett geschlossen. Das Rathaus öffnet nur noch eingeschränkt; das Hallenbad, die Stadtbibliothek, die Volkshochschule und auch das WLT schließen. Alle städtischen Veranstaltungen bis zum 1. Mai sind abgesagt.

22. März: Das Kontaktverbot ist da, Restaurants müssen schließen

Nun gilt das Kontaktverbot. Nicht mehr als zwei Menschen dürfen zusammen sein, außer im ÖPNV und im Job. Restaurants und Dienstleister, wie beispielsweise Friseure, müssen schließen. Bürgermeister Rajko Kravanja sagt unmittelbar nach der Verkündung der Maßnahmen: „Es war genau richtig, das zu tun.“

Kurz zuvor hat der Erste Beigeordnete der Stadt Castrop-Rauxel, Michael Eckhardt, auch noch einmal betont, dass er vor einer drohenden Ausgangssperre an die Vernunft der Bürger appelliere: „Ich will in meinem Land eigentlich keine Hundertschaften sehen, die gegen die eigene Bevölkerung vorgehen. Oder sogar die Bundeswehr, um wie in einem Hollywood-Streifen eine Ausgangssperre durchzusetzen so à la Outbreak. Aber das haben die Menschen jetzt selbst in der Hand.“

27. März: „Wir ist das neue Ich“ wird zu einem großen Erfolg

Castrop-Rauxel steht zusammen und ruft eine Video-Kampagne ins Leben. „Wir ist das neue Ich“ wird ein voller Erfolg, das Video wird Dutzende Male in den sozialen Netzwerken geteilt, die roten Masken werden zu einer Art Symbol. Viele Castrop-Rauxeler kaufen eine der Masken, die später sogar den Anlass für eine weitere große Aktion sein sollen: Ein meterhohes Banner in den Umrissen der Stadtgrenze soll eine Fotocollage aus Menschen zeigen - möglichst mit der roten Maske im Gesicht.

Dr. Christian Kühne konnte auch Bürgermeister Rajko Kravanja für seine Kampagne gewinnen. Beide halten das Symbol der Kampagne, die rote Maske hoch.

Dr. Christian Kühne konnte auch Bürgermeister Rajko Kravanja für seine Kampagne gewinnen. Beide halten das Symbol der Kampagne, die rote Maske hoch. © Marian von Hatzfeld

30. März: Am Berufskolleg entsteht ein Corona-Testzentrum

In Castrop-Rauxel gibt es am Berufskolleg in Habinghorst ein Corona-Testzentrum. Es ist eines von fünf Durchfahrtszentren im Kreis Recklinghausen. Täglich werden am Corona-Test-Zentrum 35 bis 40 Tests durchgeführt. Das Testergebnis liegt innerhalb von 24 Stunden vor.

31. März: Castrop-Rauxelerin berichtet aus der Quarantäne

Eine 39-jährige Castrop-Rauxelerin hat sich beim Skiurlaub in Ischgl mit dem Coronavirus angesteckt. Sie berichtet uns von der Zeit in der Quarantäne in den eigenen vier Wänden. „Es war das Schlimmste, meine Tochter nicht in den Arm nehmen zu können“, sagte die Europastädterin.

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4. April: Castropolis hilft den Händlern und Gastronomen

Eine Online-Plattform soll die Händler und Gastronomen während ihrer Corona-bedingten Schließungen mit den Kunden zusammenbringen. Der Castrop-Rauxeler Nils Bettinger ruft die Homepage Castropolis ins Leben. Dort können die Händler und Gastronomen zeigen, welche Angebote und Dienstleistungen sie anbieten. Mehr als 60 Händler finden sich auf der Homepage ein. Das Portal überdauert die Zeit der geschlossenen Läden und wird auch nach deren Öffnungen weiter betrieben.

6. April: Der Tagesrhythmus der Castrop-Rauxeler verschiebt sich

Die Schulen sind geschlossen, die Läden weitgehend zu. Gearbeitet wird zumeist im Homeoffice. Die Corona-Krise ändert den Tagesrhythmus. Das zeigt sich auch in den Zahlen, die Gelsenwasser vorlegt: Der morgendliche Höhepunkt des Wasserverbrauchs verschiebt sich in Richtung Mittagszeit.

20. April: Das Europafest wird abgesagt

Das Coronavirus fordert Opfer - in Form ausgefallener Veranstaltungen. So muss die Stadt Castrop-Rauxel das für Juni geplante Europafest absagen. 70 Jahren zuvor ebnete Castrop-Rauxel mit einer Abstimmung für ein großes Europa den Weg zum Titel „Europastadt“. So wird es nur einen kleinen Festakt geben.

22. April: „Castrop kocht über“ wird abgesagt

Die nächste Absage einer Großveranstaltung kommt gleich hinterher. Auch „Castrop kocht über“ kann nicht stattfinden. „Es hat leider keinen Zweck. Eine Verschiebung ergibt keinen Sinn, weil wir auch nicht wissen, wie es nach dem 31. August weitergeht“, sagt Bubi Leuthold als Sprecher der Veranstaltergemeinschaft.

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23. April: Riesige Trauerfeier und der erste Schultag

500 Leute bei einer Beerdigung, trotz Kontaktbeschränkungen? Auf dem Friedhof in Merklinde findet eine große Trauerfeier statt, begleitet von Polizei und Ordnungsamt. Die Umstände dieser Beerdigung führen zu einer großen Diskussion in der Politik und unter den Bürgern. Sogar das NRW-Gesundheitsministerium schaltet sich ein.

Für manche Schüler ist dieser Tag ein besonderer: Sie dürfen nach sechs Wochen Pause wieder in die Schule gehen. Doch die Freude darüber hielt sich bei den Schülern in Grenzen.

Die jüngeren Schüler, wie hier in der Marktschule Ickern, gehen auch wieder zum Unterricht. Dabei halten sie sich an den Abstand zueinander.

Die jüngeren Schüler, wie hier in der Marktschule Ickern, gehen auch wieder zum Unterricht. Dabei halten sie sich an den Abstand zueinander. © Schlehenkamp

27. April: Die Maske gehört ab sofort zum Leben dazu

Seit dem 27. April gilt die Maskenpflicht in Geschäften, in Bus und Bahn, beim Arzt und in öffentlichen Einrichtungen. Wir haben uns auf den Straßen umgesehen und viele Castrop-Rauxeler mit einem Mund-Nasen-Schutz gesehen - in den unterschiedlichsten Varianten.

86 Infizierte meldet der Kreis Recklinghausen am 27. April für Castrop-Rauxel. Davon gelten zu diesem Zeitpunkt aber bereits 67 wieder als gesund. Das Evangelische Krankenhaus und das St.-Rochus-Hospital haben aber auch schon Covid-19-Patienten behandeln müssen. Die Zahlen sind aber überschaubar.

Die Maske gehört in Castrop-Rauxel zum Leben dazu - vor allem beim Einkaufen.

Die Maske gehört in Castrop-Rauxel zum Leben dazu - vor allem beim Einkaufen. © Thomas Schroeter

3. Mai: Corona-Tests in zwei Wohnkomplexen

Am 30. April werden 200 Castrop-Rauxeler in zwei Wohnkomplexen an der Langen Straße in Habinghorst und der Wittener Straße in Merklinde auf das Coronavirus getestet. Zuvor wurden mehrere Bewohner des Merklinder Hauskomplexes positiv getestet. Eine Familie zog aus dem Haus nach Habinghorst und hätte somit das Virus an die Lange Straße verschleppen können. Drei Tage nach den Tests gibt es die Ergebnisse: Während es in Habinghorst nur einen Infizierten gibt, sind es in Merklinde insgesamt 27. Der Komplex in Merklinde wird unter Quarantäne gestellt.

5. Mai: Der erste Corona-Tote in Castrop-Rauxel

Der Kreis Recklinghausen meldet fast zwei Monate nach der ersten Infizierung in der Europastadt den ersten Corona-Toten in Castrop-Rauxel. Es handelt sich um einen 51-jährigen Mann mit Vorerkrankungen.

Zudem findet an diesem Tag die zweite große Beerdigung eines Sinto in Merklinde in Corona-Zeiten statt. Die Trauerfeier geht mit deutlich verschärften Abstands- und Sicherheitsmaßnahmen vonstatten; bis auf einen kurzen Vorfall blieb es ruhig.

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7. Mai: Open-Air-Festivals in der Europastadt fallen aus

Da bis Ende August keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen, werden nach dem Europafest und Castrop kocht über auch die weiteren Open-Air-Veranstaltungen in Castrop-Rauxel abgesagt: „Rock auf der Tenne“, „Save the Planet“ und „Rock unterm Förderturm“ finden allesamt definitiv nicht statt. Nur die Veranstalter von „Steel meets Steel“ halten sich noch eine Hintertür offen.

8. Mai: Ärger rund die Skateanlage in Habinghorst

Eigentlich halten sich die Castrop-Rauxeler gut an das Kontaktverbot. Ordnungsamt und Polizei müssen nur wenige Bußgelder aussprechen. Doch bei der Skateanlage in Habinghorst muss ein anderes Mittel her, um die Jugendlichen davon abzuhalten die Anlage zu betreten: ein Zaun.

Zunächst können die Jugendlichen einzelne Zaunelemente noch verschieben, das ist kurz darauf aber nicht mehr möglich. Lange stehen die Zäune aber nicht. Nach dem Wochenende ist das Skaten wieder erlaubt.

11. Mai: Gastronomien und Kneipen dürfen wieder öffnen

Großes Aufatmen bei den Castrop-Rauxeler Gastronomen und Kneipiers. Sie dürfen wieder öffnen. Allerdings herrschen in den Lokalen strenge Hygiene- und Abstandsvorschriften.

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14. Mai: Quarantäne für zwei Häuser in Merklinde aufgehoben

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht aus dem Häuserkomplex an der Wittener Straße in Merklinde. Die gute: Für zwei Häuser wird die Quarantäne aufgehoben. Im dritten Haus wurden noch mehrere Bewohner positiv getestet, sodass hier Quarantäne bestehen bleibt.

Zudem sind die Sportplätze wieder geöffnet. Die Vereine müssen aber ein Hygienekonzept ausarbeiten, um sie wieder betreten zu dürfen. Auf den Plätzen dürfen nur Trainingseinheiten ohne Körperkontakt stattfinden, Privatpersonen haben keinen Zutritt.

15. Mai: Massentests bei Westfleisch in Oer-Erkenschwick

Beim Unternehmen Westfleisch in Oer-Erkenschwick werden fast 2000 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet - 54 von ihnen positiv. die kritische 50er-Marke, die die Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner bemisst, wurde aber nicht einmal bedrohlich nahe.

18. Mai: Große Bus-Demo in Castrop-Rauxel

Auch Busunternehmen leiden unter der Corona-Krise. Daher stellten sich die Unternehmen zum Protest in Castrop-Rauxel auf. Über 80 Busse kamen auf der A42 und der B235 zum Stillstand.

19. Mai: „Bühne raus“ findet trotz Kontaktbeschränkungen statt

Wird „Bühne raus“ das erste größere Ereignis in Castrop-Rauxel seit Beginn der Pandemie? Das Westfälische Landestheater hat die jährlich stattfindende Veranstaltung vom Parkbad Süd auf den Parkplatz zwischen dem Proben- und Logistikzentrum und dem Stadion an der Bahnhofstraße verlegt. Vom 5. bis 7. Juni sollen dort dann die Auftritte unter freiem Himmel vor Publikum stattfinden.

20. Mai: Schließung der Corona-Schnelltest-Zentren

Für alle Tests bei Personen, die Symptome auf Corona zeigen, oder die in stationäre Einrichtungen aufgenommen werden sollen, sind ab sofort die niedergelassenen Ärzte zuständig. Die Corona-Schnelltest-Zentren sind geschlossen.

21. Mai: Sommer am Kanal in Henrichenburg

Es ist der vielleicht sorgloseste Tag seit Beginn der Krise: Drei Biergärten am Kanal in Henrichenburg sind nicht über-, aber gut gefüllt. Auf den Wegen entlang der Spundwände sind Radfahrer unterwegs. Auch Männergruppen mit Bollerwagen sind zu sehen. Und Jugendliche schwimmen im Kanal oder liegen entspannt daneben auf den Wiesen. Schutzmasken tragen hier fast nur die Kellner. Es wirkt, als sei das Virus nie da gewesen.
Das Panigyri und das große Tanzfestival stehen Jahr für Jahr fest im Kalender des Agora-Kulturzentrums in Ickern. Die Feste der griechischen Gemeinde locken stets viele Besucher an. Doch in diesem Jahr können sie aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht stattfinden.

29. Mai: Der Burgerladen Acht34 bleibt geschlossen

Die Corona-Pandemie hat womöglich ein Geschäft zur Aufgabe gezwungen: Der Burgerladen Acht34 in Castrop öffnet nicht mehr nach der Zwangspause. Eine Begründung vonseiten der Inhaber gab es allerdings nicht.

30. Mai: Das Parkbad Nord ist wieder geöffnet
Endlich wieder Schwimmen: Das Parkbad Nord in Ickern hat wieder geöffnet. Allerdings musste die Stadt Castrop-Rauxel einige Vorkehrungen treffen, um den Infektionsschutz zu gewährleisten. So ist unter anderem die Rutsche am Nichtschwimmerbecken gesperrt, im Gebäude muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

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3. Juni: Castrop-Rauxeler Kaufmann sieht Konjunkturpaket skeptisch

Die Bundesregierung hat ein Konjunkturpaket auf den Weg gebracht, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der Castrop-Rauxeler Kaufmann Jens Reiter ist davon aber nicht komplett begeistert. Der Mehrwertsteuersatz wird gesenkt. Reiter sagt: „Wenn die Leute bei großen Unternehmen wie Amazon einkaufen, die hier nur wenig Steuern zahlen, verpufft der Effekt.“

4. Juni: Castrop-Rauxel zum ersten Mal Corona-frei

Zum ersten Mal seit Beginn des Corona-Ausbruchs in der Europastadt steht bei der Zahl der aktuell Infizierten die Null. Das verkündete Bürgermeister Rajko Kravanja am Abend des 4. Juni. Die offizielle Statistik des Kreises Recklinghausen wies am Mittag noch eine infizierte Person aus. Allerdings blieb Castrop-Rauxel nicht lange Corona-frei. Denn am 5. Juni wurde eine Neuinfektion vermeldet.

8. Juni: Kitas in Castrop-Rauxel öffnen wieder

Nach fast drei Monaten Corona-Lockdown sind die Kindertagesstätten in Castrop-Rauxel wieder geöffnet. Die Freude der Eltern darüber wird allerdings durch eine Handreichung des NRW-Familienministeriums getrübt. Denn darin heißt es sinngemäß, dass Ärzte nun Kindern ein Attest über Coronafreiheit ausstellen müssen. Für Wut und Ärger sorgen auch die Atemmasken, die das Land NRW an die Kindertageseinrichtungen verschickt hat. Es handelt sich nämlich dabei um Bausätze aus China. Die evangelischen Kindertagesstätten schicken Tausende Masken zurück nach Düsseldorf.

15. Juni: Weitere Lockerungen und Grundschul-Öffnungen

Für die Grundschüler in Castrop-Rauxel noch mehr Normalität zurück: Alle Kinder gehen wieder jeden Tag zur Schule. Genauso wie zu Vor-Corona-Zeiten läuft der Unterricht aber nicht. Die Stundenpläne werden angepasst.

17. Juni: Rütgers schickt 400 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Das Chemie-Unternehmen Rütgers Germany gibt bekannt, dass es 400 seiner 650 Mitarbeiter in den Werken Castrop-Rauxel und Duisburg in Kurzarbeit schickt. Jörg Esser ist Gewerkschaftssekretär der IGBCE NRW und Aufsichtsrats-Mitglied bei Rütgers Germany und sagt im Interview, dass die Lösung in dieser Weise erträglich sei. Das begründet er auch.

22. Juni: Corona-Infektion an der Grundschule Am Hügel hat Folgen

An der Grundschule Am Hügel in Castrop gibt wird bei einem Schulkind Covid-19 nachgewiesen. Entgegen der Empfehlung des Kreises schließt die Stadt die Schule ab dem 23. Juni bis auf Weiteres. Um Infektionsketten nachzuverfolgen, testet das Rote Kreuz umgehend die 27 Kinder der betroffenen Klasse sowie zwei Lehrerinnen bzw. Lehrer. 106 weitere Kinder werden in den Folgetagen getestet. Bis die Testergebnisse vorliegen, werden alle Schüler und Lehrer unter Quarantäne gestellt.

25. Juni: Verdachtsfall am Gymnasium

Am Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel gibt es einen Corona-Verdachtsfall. Die Schule sagt die für denselben Tag geplante Feier zur Verleihung der Abitur-Zeugnisse ab.

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