Die dunkle Vergangenheit der Heimkinder - Vorträge und Podiumsdiskussion

Heimkinder

„Akten kann man schließen, Heimkinderschicksale niemals.“ - Zu diesem Motto wollen die Stadt Castrop Rauxel und Initiator Thomas Frauendienst gemeinsam mit Interessierten diskutieren.

Castrop-Rauxel

, 09.10.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die dunkle Vergangenheit der Heimkinder - Vorträge und Podiumsdiskussion

(Von links) Rudolf Schiffmann, Christian Fritsch, Regina Kleff, Angelika Harms, Birgit Kühne, Thomas Frauendienst, Rüdiger Klebeck, Andrea Schmidt © Silja Fröhlich

Es ist die Geschichte einer dunklen Kindheit in einer fast vergessenen Zeit. Thomas Frauendienst hat sie selbst erlebt: Er wuchs in einem Behindertenheim auf, wurde dort misshandelt und vergewaltigt.

Alleine ist er mit seiner Geschichte nicht, die Dunkelziffer der Opfer lässt sich schwer schätzen. Frauendienst möchte „Die Geschichte der Heimkinder“ aufdecken – und lädt Interessierte und Betroffene dafür für den 5. November in den Castrop-Rauxeler Ratssaal ein. Eintritt ist um 14.30 Uhr, los geht es um 15 Uhr.

Etwas zu dem Thema erzählen werden Dr. Nils Löffelbein von der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Christian Fritsch vom NRW-Sozialministerium. Es wird eine Podiumsdiskussion und die Möglichkeit zum persönlichen Austausch geben.

Schicksale von Heimkindern sollen in die Öffentlichkeit getragen werden

„Wir wollen das Thema in die Bevölkerung tragen, damit es nicht vergessen wird“, betont Fritsch.

Er wird außerdem die Aufgabe der Stiftung Anerkennung und Hilfe erklären, einer Initiative für Betroffene, die als Kinder in Behinderteneinrichtungen oder in Kinder- und Jugendpsychiatrien untergebracht waren und dort gelitten haben.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat Bürgermeister Rajko Kranavja. Anmelden können sich Interessierte (alle, die eine besondere Unterstützung benötigen bis zum 25. Oktober) per Email an bsg@castrop-rauxel.de oder telefonisch unter 02305-1062501. Kommen kann jeder.

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