Das sagt die Castrop-Rauxeler Gleichstellungsbeauftragte zur umstrittenen Netto-Werbung

Sexismus-Debatte

Die Gleichstellungsbeauftragte Nina Jordan sagt, ob sie die Netto-Plakate für sexistisch hält. Außerdem spricht sie im Interview darüber, wie man Sexismus aus der Tabuzone holen kann.

Castrop-Rauxel

, 24.10.2019, 14:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das sagt die Castrop-Rauxeler Gleichstellungsbeauftragte zur umstrittenen Netto-Werbung

Nina Jordan, die Gleichstellungsbeauftragte Stadt, hat eine klare Meinung zu den Netto-Plakaten. © Stadt

Gleichstellungsbeauftragte ist Nina Jordan erst seit ein paar Monaten. Jetzt fragten wir die städtische Diplom-Pädagogin nach ihrer Meinung zur umstrittenen Netto-Werbung mit dem Obst vor der nackten Brust.

Was haben Sie gedacht, als Sie die Netto-Werbung zum ersten Mal gesehen haben?

Beim ersten Blick habe ich mir gedacht: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Gegen Plastikmüll und Verpackung etwas zu machen ist gut, aber der Stil gefällt mir nicht.

Was gefällt Ihnen nicht?
Es ist sexistisch, weil es keinen Zusammenhang zwischen der Plastikverpackung und den fast nackten Körpern gibt.

Gab es zum Plakat oder ganz allgemein Sexismus-Beschwerden in Castrop-Rauxel?

Seitdem ich in Castrop-Rauxel das Amt der Gleichstellungsbeauftragten übernommen habe, ist mir noch nichts untergekommen. Aber die Dunkelziffer dürfte hoch sein. Viele trauen sich wahrscheinlich nicht, über sexuelle Belästigung zu sprechen.

Was kann man machen, um das Thema aus der Tabuzone zu holen?

Man kann über das Thema aufklären und dafür sensibilisieren, indem man Vorträge organisiert.

Haben Sie konkrete Projekte gegen Sexismus auf dem Plan?

Am 25.11. ist der Tag gegen Gewalt an Frauen. Da plane ich einen Filmabend.

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