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Die Graffiti-Affen in Castrop-Rauxel

An vielen Orten in Castrop Rauxel sind derzeit Graffiti-Affen zu sehen. Spreyer Benjamin Gunja erklärt, was es damit auf sich hat.
25.11.2013
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Benjamin Gunia ist Sprayer aus Henrichenburg. Er sprüht und malt legal, bekommt Aufträge, nimmt an Ausstellungen teil. © Foto: Lena Seiferlin
Kennst du die Affen aus der Altstadt, deren Umriss an einen Pavian erinnern?

Gunias Antwort: Ein Kollege hatte mir schon ein Foto geschickt, aber in live gesehen hab ich sie heute zum ersten Mal. Sind mir auf jeden Fall direkt aufgefallen. Der Künstler ist mir auch nicht bekannt.© Foto: Lena Seiferlin
Und was hältst du von dem Motiv? Gunias Antwort: Also erstmal ist das ein sehr einfaches Bild. Außerdem ist der Affe eine Kopie, noch dazu verkehrtherum. In München tauchten die Affen auch schon mal auf, allerdings ausgemalt. Während hier nur der Umriss farbig ist, gibt's in München einen schwarzen Scherenschnitt. Das ganze ist eine Schablone. Der Sprayer hier hat einfach den Umriss weggeworfen und nutzt den inneren Teil, um den er herum sprüht. Natürlich finde ich es aber auf der einen Seite auch gut, wenn sich jemand mit dem Thema Street Art beschäftigt.© Foto: Lena Seiferlin
Steckt etwas hinter diesem Motiv? Ein tieferer Sinn? Gunias Antwort: Ich glaube, hinter diesem Castrop-Rauxeler Pavian nicht. Darum finde ich das Bild auch nicht so gut. Ich mache Street Art, besser gesagt Urban Art, immer mit einem politischen Hintergrund oder male ein besonders schönes Motiv. Der Affe ist doch sehr einfach gehalten.© Foto: Lena Seiferlin
Diese ganze Aktion ist ja eine Sachbeschädigung... Gunias Antwort: Ich finde das geht gar nicht. Wenn ich male, dann nur auf dafür vorgesehenen Flächen oder eben als Auftragsarbeit, wie auf den Stromkästen in Datteln.© Foto: Lena Seiferlin
Seit wann machst du das? Gunias Antwort: Generell spraye ich seitdem ich zwölf oder so bin. Urban Art mit Schablonen, sogenannten Stencils, mache ich so seit etwa vier Jahren. In Düsseldorf habe ich auch mit größeren Künstlern zusammengearbeitet wie L.E.T.© Foto: Lena Seiferlin
Und wie lange schon gibt es den Street-Art- und Urban-Art-Trend? Gunias Antwort: Schon lange, länger als die meisten wissen. Die ersten Künstler gab es in den 70ern, wie zum Beispiel Jef Aérosol aus Frankreich.© Foto: Lena Seiferlin
Und wie groß ist die Szene hier vor Ort, in Castrop-Rauxel? Gunias Antwort: Die ist sogar ziemlich groß. Hier gibt es wirklich recht viele gute Sprayer. Das sah man besonders gut bei der Nachtfrequenz im Adalbert-Stifter-Gymnasium (Anm. d. Red.: Jugendkultur-Festival). Da wurden Wände zum Besprühen freigegeben. Ich hab da dann auch mitgesprüht. Mit Stencils bin ich aber glaub ich der Einzige, bis auf den Urheber der Affenbilder.© Foto: Lena Seiferlin
Hast du gerade ein laufendes Projekt? Gunias Antwort: Aktuell nicht, bis zum 8. November habe ich aber auf dem Urban Arts Festival in Düsseldorf ausgestellt. Und wahrscheinlich werde ich bald den gesamten Busbahnhof in Datteln gestalten.© Foto: Lena Seiferlin
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