Warum die Grünen beim Gesamtschul-Antrag an die Stadt nicht dabei sind

Schulentwicklung

Die Grünen sind nicht Unterzeichner eines Prüfauftrages fast aller Fraktionen, dessen zentrale Nachricht die Gründung einer neuen Gesamtschule ist. Sie haben dafür einen speziellen Grund.

Castrop-Rauxel

, 25.04.2020, 07:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sekundarschule Süd am Standort Kleine Lönsstraße: Für die Grünen ist das Gebäude eines der besten Schulgebäude der Stadt. Sie würden die Sekundarschule gern erhalten.

Sekundarschule Süd am Standort Kleine Lönsstraße: Für die Grünen ist das Gebäude eines der besten Schulgebäude der Stadt. Sie würden die Sekundarschule gern erhalten. © Tobias Weckenbrock

SPD, CDU, FWI, Linke und FDP unterstützen einen Prüfauftrag an die Stadtverwaltung, eine neue Gesamtschule in Ickern zu gründen, die Zügigkeit an der WBG und der Realschule auf vier pro Jahrgang zu beschränken und die Sekundarschule auslaufen zu lassen. Was verwundert: Die Grünen sind (wie die UBP) nicht dabei.

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Das hat den Grund, dass sich die Grünen gegen eine Schließung der Sekundarschule aussprechen. Mit den anderen Punkten sind sie eigentlich einverstanden. „Wir hatten darum gebeten, die Sekundarschulproblematik auszukoppeln“, sagt nun Fraktions-Vorsitzender Bert Wagener auf Anfrage unserer Redaktion.

Um ihren eigenen Weg deutlich zu machen, haben die Grünen darum einen sogenannten Ergänzungsantrag zur Ratssitzung in der kommenden Woche (30. April, 17.30 Uhr, Stadthalle) gestellt. „Aus unserer Sicht entstehen durch Verzicht auf die Sekundarschule Defizite im Schulsystem“, so Wagener.

Im Ergänzungsantrag heißt unter anderem: „Die Sekundarschule hat sich mit ihrer schülerzentrierten Arbeitsweise in der Schullandschaft etabliert.“

Der Elternwille bei den Grundschülern sagt etwas anderes: Kaum einer gab bei den beiden Befragungen an, sein Kind an der Sekundarschule anmelden zu wollen. Die Bezirksregierung Münster soll der Stadt bei den Plänen zur neuen Gesamtschule zur Auflage gemacht haben, die Sekundarschule zu schließen.

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