Die persönlichen Daten von zwei Castrop-Rauxeler SPD-Politikern wurden geleakt

mlzHackerangriff

Zwei SPD-Politiker aus Castrop-Rauxel sind vom Hackerangriff auf die Parteien im Bundestag betroffen. So reagieren diese nun auf den Angriff.

Castrop-Rauxel

, 05.01.2019, 05:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach einem Hackerangriff auf hunderte Politiker sind massenweise Daten und Dokumente im Internet aufgetaucht. Betroffen waren Politiker aller Parteien im Bundestag (CDU, CSU, SPD, Grüne, Linkspartei und die FDP), außer der AfD. Auch die Daten von zwei SPD-Politikern aus Castrop-Rauxel sind einsehbar: von Frank Schwabe (48) und Lisa Kapteinat (29).

Während „lediglich“ Kapteinats Handynummer im Netz auftauchte, war zudem Frank Schwabes Privatadresse neben der Handynummer im Internet auffindbar. Für den SPD-Politiker im Bundestag ist das aber kein schwerwiegendes Problem: „Meine Mobilnummer war sehr lange sowieso im Telefonbuch zu finden, ohne dass das großartig missbraucht wurde.“ Am Freitag habe er allerdings Anrufe auf seinem Handy gehabt, die er nicht zuordnen konnte. Daher wolle er seine Handynummer ändern.

Frank Schwabe möchte nach dem Hackerangriff seine Handynummer ändern. Wobei er auch sagt: „Meine Mobilnummer war sehr lange sowieso im Telefonbuch zu finden, ohne dass das großartig missbraucht wurde.“

Frank Schwabe möchte nach dem Hackerangriff seine Handynummer ändern. Wobei er auch sagt: „Meine Mobilnummer war sehr lange sowieso im Telefonbuch zu finden, ohne dass das großartig missbraucht wurde.“

Anders agiert wiederum Lisa Kapteinat. Sie möchte ihre Handynummer beibehalten. „Ich erachte das als nicht notwendig, denn als Politiker möchte man auch auf kurzem Wege erreichbar sein. Bislang wurde gut mit meiner Nummer umgegangen“, so die 29-Jährige.

Zum Angriff selbst hat Frank Schwabe eine klare Meinung: „Der Angriff gilt Repräsentanten des Staates und damit auch dem Land insgesamt. Bei aller politischen Differenz, darf so ein Angriff nicht sein.“ Seiner Meinung nach müsse die Sicherheit verbessert werden, auch wenn das Bundestagsmitglied zugeben muss: „Eine absolute Sicherheit wird es aber in durchdigitalisierten Zeiten nicht geben. Deshalb werde auch ich mein Kommunikationsverhalten überprüfen, bin aber mit manchem auch schon jetzt vorsichtig.“

Diese Partei könnte laut Kapteinat hinter dem Angriff stecken

Lisa Kapteinat sieht selbst in einer Änderung des eigenen Kommunikationsverhaltens keine 100-prozentige Sicherheit vor Hackerangriffen. „Wenn selbst Jugendliche es schaffen, Daten der Deutschen Bank zu klauen, ist diese Sicherheit einfach nicht gegeben“, so Kapteinat, die zudem einen möglichen Schuldigen hinter dem Hackerangriff ausfindig gemacht haben will: „Es ist schon merkwürdig, dass Daten von allen Parteien außer der AfD gestohlen wurden.“

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