Diese Politiker stehen in Castrop-Rauxel zur Wahl

Landtags- und Bundestagswahlen

Bei den Bundes- und Landtagswahlen 2017 setzt die CDU auf neue Kandidaten. Für die SPD wollen dagegen die bisherigen Mandatsträger wieder ins Rennen gehen: Eva Steininger-Bludau und Norbert Römer in Düsseldorf, Frank Schwabe will erneut direkt in den Bundestag einziehen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch und Martin Behr

, 31.03.2016, 05:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Frühling 2017 wird der Landtag und im Herbst 2017 wird der Bundestag neu gewählt.

Im Frühling 2017 wird der Landtag und im Herbst 2017 wird der Bundestag neu gewählt.

Während die CDU bei den Landtags- und Bundestagswahlen 2017 auf neue Kandidaten setzt, wollen es bei der SPD alle bisherigen Mandatsträger noch einmal wissen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unserer Redaktion. „Ich trete noch einmal an. Diese Entscheidung ist vor einigen Wochen gefallen“, erklärte Eva Steininger-Bludau jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion.

"Eva für NRW" - es fluppt in Düsseldorf

Die 64-jährige Schwerinerin sitzt seit 2010 im Düsseldorfer Parlament in den Ausschüssen für Frauenpolitik und für Familie, Kinder und Jugend. Damals hatte sie sich in einem parteiinternen Vierkampf gegen den heutigen Bürgermeister Rajko Kravanja und die beiden Ratsherren Daniel Molloisch und Hans-Jürgen Noll durchgesetzt. Noch-Parteichef Kravanja hat sie ihre Entscheidung bereits mitgeteilt, der offizielle Gang durch die Gremien steht allerdings noch an. 

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Mit einer Gegenkandidatur rechnet sie nicht. „Mir ist vom Stadtverband signalisiert worden: ,Wenn Du weitermachst, dann unterstützten wir dich‘“, sagte sie. Zu ihrem Motiv erklärte Steininger-Bludau: „Ich habe festgestellt, jetzt, wo ich sechs Jahre dabei bin, fluppt es in Düsseldorf. Es wäre einfach zu schade, seine jetzt aufgebauten Netzwerke aufzugeben.“

Auch Norbert Römer ist wieder im Rennen

Steiningers Entscheidung, bis 2022 zu verlängern, macht gleichzeitig Spekulationen über ihre mögliche Nachfolge obsolet, auf die sich vor allem ihre persönliche Referentin Sabine Seibel Chancen ausgerechnet hatte. Die Stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende muss sich allerdings in Kürze noch an anderer Front ihrer Position erwehren: Für den regulären SPD-Stadtverbandsparteitag am 16. April hat eine junge ambitionierte Sozialdemokratin eine Kampfkandidatur um den stellvertretenden Parteivorsitz avisiert.

Auch der Obercastroper Norbert Römer, MdL seit 2005 und unter Hannelore Kraft Fraktionschef der SPD im Landtag seit 2010, bekräftigte seine erneute Kandidatur im Wahlkreis Soest 1. „Ich bin fit, und Jugend ist keine Tugend und Alter ist kein Makel“, erklärte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Römer zog im CDU-dominierten Wahlkreis bislang stets über die Landesliste ein.

Meick könnte Hegemann beerben

Für das fast gleichaltrige „CDU-Schlachtross“ Lothar Hegemann ist hingegen 2017 endgültig Schluss mit der Politik. Nachdem Michael Breilmann für eine Bundestagskandidatur feststeht, wird allerdings damit gerechnet, dass eine Politikerin oder ein Politiker aus Waltrop zum Zuge kommen werden. Der Waltroper Jurist Ulrich Meick könnte es werden. Da sind sich Waltroper Parteiinsider sicher.

Meick, der seit der Kommunalwahl 2014 auch stellvertretender Bürgermeister in Waltrop ist, gilt als aussichtsreicher CDU-Bewerber für die Nachfolge Hegemanns. Offiziell bestätigen wollte der Waltroper CDU-Stadtverband die Kandidatur von Ulrich Meick allerdings noch nicht. „Endgültig haben wir darüber noch nicht abgestimmt“, sagt Parteivorsitzender Ludger Finke auf Nachfrage unserer Redaktion. Zumal Meick auch noch durch die Wahlkreisvertreterversammlung bestätigt werden muss.

Und hier soll er mindestens noch eine Mitbewerberin aus Datteln haben, die jedoch die schlechteren Karten haben dürfte. Denn aus Datteln fallen nur die Ortschaften Meckinghoven und Horneburg in den Wahlbezirk. Dazu kommen die Städte Waltrop und Castrop-Rauxel.

Direktmandat für Landtags-Einzug nötig

Doch gleich, wer CDU-Bewerber wird: Ein Selbstläufer wird es nicht, den Sitz im SPD-dominierten Düsseldorfer Parlament zu erobern. Denn anders als CDU-Urgestein Hegemann, der stets bei Wahl-Niederlagen seiner Partei über einen guten Listenplatz in den Landtag eingezogen war, wird das bei einem Neuling nicht der Fall sein. Im Umkehrschluss heißt das: Sicher ist der Landtags-Sitz nur, wenn der Bewerber der Christdemokraten das Direktmandat holt. 

Direktes Duell zwischen zwei Castrop-Rauxeler Kandidaten

Fest steht, dass der direkte SPD-Konkurrent für Breilmann erneut Frank Schwabe heißen wird. Der dem linken Parteiflügel angehörende 45-Jährige hat sich gerade mit seiner Familie auf Schwerin neu heimisch gemacht. Aus diesem Grund wird es 2017 erstmals in der Geschichte des Deutschen Bundestags zu einem direkten Duell zwischen zwei Castrop-Rauxeler Kandidaten der beiden großen Parteien kommen.

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