Diese Straßen in Ickern sollen saniert werden

Reparatur-Paket geplant

In Summe 2,5 Millionen Euro will die Stadt in den nächsten drei Jahren in Ickern investieren. Oder besser gesagt, in die dicksten Löcher in Straßen und Bürgersteige stecken. Allein in die Aapwiesen sollen 1,5 Millionen Euro fließen. Die Voraussetzung: Der Stadtrat muss dem Reparatur-Paket erst einmal zustimmen.

CASTROP-RAUXEL

, 07.09.2017, 18:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Straße In der Wanne wird zwischen Borghagener- und Waldenburger im kommenden Jahr mit einer neuen Asphaltdecke versehen.

Die Straße In der Wanne wird zwischen Borghagener- und Waldenburger im kommenden Jahr mit einer neuen Asphaltdecke versehen.

Diese Nachrichten vernahmen die Ickerner, die Mittwochabend der Einladung der SPD Ickern-Mitte zur Bürgerversammlung in die Janusz-Korczak-Gesamtschule gefolgt waren. Das Interesse war leider mager, der zweistündige Austausch mit Bürgermeister Rajko Kravanja und EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner brachte viele Informationen – und die neuerliche Bestätigung, dass die Stadt kein Geld hat. Insofern sind die 2,5 Millionen eine gute Nachricht.

„Wir hangeln uns von Jahr zu Jahr und wenn plötzlich zum Beispiel eine Schule kaputtgeht, müssen wir schauen“, sagte Kravanja. Die seit dem Baustellenverkehr zur Brücke an der Waldenburger Straße kaputt gefahrene Straße „In der Wanne“ soll 2018 eine neue Decke bekommen, Kostenpunkt: eine halbe Million Euro.

Anwohner müssen nicht zahlen

Die Anwohner werden nicht nach dem gefürchteten und kritisierten Kommunalen Abgabengesetz (KAG) zur Kasse gebeten. Das greift, wenn eine Straße richtig saniert, also tief gekoffert wird. Angepackt wird die Decke zwischen Waldenburger- und Borghagener Straße.

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Fürs Fitmachen der maroden Decken von Stolper- und Bütower Straße gibt es ebenfalls eine halbe Million Euro. Und kein KAG. Die Stettiner Straße soll ebenfalls neuen Asphalt kriegen, die nächste halbe Million ist dafür fällig. Hier kriegt die Stadt das über die Mittelgewährung aus dem Kommunalen Investitionsgesetz (KInfG) hin. „Die zehn Prozent Eigenanteil müsste die Stadt hinkriegen“, sagte Michael Werner.

Der nächste dicke Brocken ist der Ickerner Markt. Hier soll 2018 ebenfalls eine halbe Million investiert werden. Mit knapp 400 000 Euro sollen kaputte Gehwege repariert werden, an der Westseite der Ickerner Straße und im Bereich Lakestraße bis In der Mark.

Stolperfallen werden nach und nach abgearbeitet

Apropos Marktplatz: Robert Mathis schimpfte einmal mehr. „Da kommen die Leute ins Stolpern, das ist kein Zustand“, sagte er. Die Lücken zwischen den roten Steinen machten mehrere Zentimeter aus. „Wir sind da nicht zuständig“, erklärte Werner, dem Eigentümer sei das Problem aber bekannt und vielleicht gebe es ja 2018 auch diese Arbeiten – in einem Abwasch sozusagen. Das Gerüst an der Marktschule stehe dort, weil noch immer Abschlusssteine fehlten, war die Antwort auf eine weitere Frage Mathis’.

Zu viel wucherndes Grün und Vermüllung gibt es in der kleinen Parkanlage am AWO-Altenheim und an der Stettiner Straße. Den Ickerner Knoten will sich der EUV ansehen – gegen die Parkplatznot an der Stettiner Straße, wo mittlerweile auf beiden Seiten geparkt werden darf, gibt es wohl kein Allheilmittel. Dass es mehr grünt als erwünscht, ist Folge des seit fünf Jahren gültigen Pflegeplans, der nur Stadtgarten, Rennbahn und Co. regelmäßig berücksichtigt – alles Andere wird gemacht, so wie es bei der Personalausstattung möglich ist. Unkraut- und andere Stolperfallen, daran erinnerte Kravanja, sind Fälle für die CAS-App und werden abgearbeitet.

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