Digitale Lernplattform für Castrop-Rauxels Schulen soll kommen

mlzWeiterführende Schulen

Die Schüler der weiterführenden Schulen in Castrop-Rauxel können bald ganz einfach zu Hause Aufgaben erledigen. Ein Problem muss allerdings noch gelöst werden.

Castrop-Rauxel

, 29.04.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unzählige Arbeitsblätter mussten Eltern in den vergangenen Wochen für ihre Kinder ausdrucken, damit diese die Schulaufgaben zu Hause erledigen konnten. Damit soll nun bald Schluss sein.

Die Stadtverwaltung kündigt an, dass kurzfristig allen weiterführenden Schulen in Castrop-Rauxel eine digitale Lernplattform zur Verfügung gestellt werden soll. Genau das hatte zuletzt auch die ASG-Schulpflegschaftsvorsitzende Dr. Silke Mreyen gefordert.

Digitale Lernplattform soll zeitnah eingerichtet werden

„Alle weiterführenden Schulen haben sich eindeutig für die vorgeschlagene Lösung ausgesprochen und wollen mit der Umsetzung möglichst zeitnah beginnen“, teilt die Stadtverwaltung mit. Hinter dem Wort „zeitnah“ verbirgt sich allerdings das noch bestehende Problem. Denn der Anbieter ist nun gefordert, die Systeme zügig betriebsbereit einzurichten.

Das dürfte allerdings nur eine Frage von Tagen sein. Die ASG-Schulpflegschaftsvorsitzende Silke Mreyen begrüßt die Anschaffung der digitalen Lernplattform: „Generell und gerade in der momentanen Situation ist der Zugriff von zu Hause aus zwingend notwendig.“

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Silke Mreyen hatte in einem offenen Brief an den Bürgermeister eine schnelle Einrichtung der Plattform gefordert, da es bei der Anschaffung des Systems Probleme gab. Bei einer ersten Ausschreibung wurde laut Mreyen klar, „dass die Zusammenstellung der ausgeschriebenen Lernplattform mit Lizenzen und Server nicht im Home-Office nutzbar ist“.

Genau das ist aber nun möglich. Es handelt sich dabei um ein Lern-Management- und Kooperations-System mit Ablagen für die Stunden-Vorbereitung und Hausaufgaben. Lehrer und Schüler greifen unabhängig von Zeit, Ort und Gerät auf Kalender, E-Mail und Software zu.

Die gesamte schulische Organisation (Klassen, Kurse, Arbeitsgruppen samt E-Mail-Adressen, Kalender, Datenablage etc.) wird dabei online abgebildet. Videokonferenzen mit ganzen Klassen sind möglich, Hausaufgaben können verteilt und Lernmaterialien zur Verfügung gestellt werden.

Weiternutzung der Plattform nach der Corona-Krise

Die Online-Plattform soll auch nach der Corona-Krise weiter genutzt werden können. „Durch weitere, bereits angelaufene oder geplante Maßnahmen, wie die Erneuerung der Schul-Netzwerke, den WLAN-Ausbau, die Versorgung der Standorte mit Glasfaser-Internetanschlüssen, Displays und Beamer in den Klassen, die Einführung von Tablets an Grundschulen und die Erneuerung der PCs werden alle Castrop-Rauxeler Schulen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht“, sagt Bürgermeister Rajko Kravanja.

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