DRK soll Feuerwehr bei Flüchtlingen entlasten

Transportdienste

Bald kommen die ersten Flüchtlinge in der Großnotunterkunft im Castrop-Rauxeler Stadtteil Habinghorst an. Die bis zu 1000 Flüchtlinge bedeuten eine Mehrbelastung des Kranken- und Rettungstransportes der Feuerwehr - eigentlich. Denn diese Aufgabe soll vom Betreiber der Unterkunft, dem Roten Kreuz, übernommen werden.

CASTROP-RAUXEL

, 18.01.2016, 13:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Großnotunterkunft in Habinghorst.

Die Großnotunterkunft in Habinghorst.

Am Montag wird die neue Großnotunterkunft mit bis zu 1000 Flüchtlingen wohl nicht mehr eröffnet, es ist aber in diesen Tagen damit zu rechnen. Die Belegung soll jedoch keine weitere Mehrbelastung des schon stark beanspruchten Rettungsdienstes der Feuerwehr zur Folge haben. Das versicherte der zuständige Dezernent Michael Eckhardt unmittelbar vor der Ankunft der ersten Flüchtlinge.

Erfahrungen aus anderen Städten mit Großunterkünften zeigen, dass der Kranken- und Rettungstransport in diesen Einrichtungen sehr stark in Anspruch genommen wird. Erwartungsgemäß wird eine verschärfte Wintersituation diesen Trend eher noch verstärken.

Gespräche mit dem Roten Kreuz

"Wir sehen, dass da was auf uns zukommt. Da kann man nicht einfach sagen ,Das packen wir weg’“, räumte Eckhardt ein und fügte hinzu: „Wir sind mit unseren Rettungsmitteln jetzt knapp besetzt“.

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Die Feuerwehr und die Stadt stehen deshalb auch mit dem Deutschen Roten Kreuz, das die Unterkunft betreibt, in Gesprächen über eine Übernahme des Kranken- und des Rettungstransportes für das Zeltlager. „Es hat bereits Gespräche über eine zeitlich unbefristete Vereinbarung gegeben“, unterstrich Eckhardt.

Eine Win-Win-Situation

Er fügte hinzu: „Das DRK, das in anderen Kreisstädten ja auch den Rettungsdienst betreibt, hat diese Komponenten und auch Interesse daran, diesen Part zu übernehmen“. Man stehe also vor einer klassischen „Win-Win-Situation“. Der reguläre Rettungsdienst würde nicht zusätzlich belastet.

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Unterkunft für Flüchtlinge in Habinghorst - Vorbereitungen laufen

Wie sieht es aus auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände in Castrop-Rauxel-Habinghorst? Matschig zwar, aber die Arbeiten gehen voran. Wir waren mit der Kamera vor Ort.
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An den Seiten der Zelte sind die neu installierten Lampen sowie die Heizungen angebracht. 1000 Liter fasst der Tank jeder Öl-Heizung.© Foto: Marc Siekmann
Links ist im Anschnitt das Warmwassersystem zu erkennen, dass die Sanitärzelte versorgen soll.© Foto: Marc Siekmann
Leitungen werden verlegt und eingegraben, damit eine reibungslose Versorgung möglich ist.© Foto: Marc Siekmann
Auf diesem Areal, das gerade planiert wird, können sich die Anwohner bewegen, Fußball spielen oder einfach mal rauskommen aus dem engen Zeltaltag.© Foto: Marc Siekmann
Noch gleichen Abschnitte des ehemaligen Kraftwerkgeländes eher einer Motorcross-Strecke, doch die Wegarbeiten werden zielgerichtet fortgeführt.© Foto: Marc Siekmann
Die Hauptstraßen zwischen den Zelten werden asphaltiert.© Foto: Marc Siekmann
Noch sind einige Abschnitte nicht geteert, doch das soll sich innerhalb der nächsten Tage und Wochen ändern.© Foto: Marc Siekmann
Eine Hauptrolle spielt dabei das Wetter. Wenn die Witterung wenig regnerisch bleibt, können die Arbeiten schneller voranschreiten.© Foto: Marc Siekmann
Im Hintergrund ist das große Teilstück zu erkennen, auf dem einmal eine Art Versammlungsort entstehen soll.© Foto: Marc Siekmann
Dieser Zuweg ist für Fußgänger gedacht. Er ist aber so breit angelegt, dass im Notfall auch ein RTW oder die Feuerwehr eine weitere Zufahrt hätte.© Foto: Marc Siekmann
Auf der Höhe des Containers - dort residieren die Sicherheitsleute - soll ein Sichtschutzzaun installiert werden.© Foto: Marc Siekmann
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Nach Auskunft des Feuerwehr-Gewerkschaftsfunktionärs Andreas Jedamzik, der erst kürzlich die personelle Unterbesetzung der heimischen Feuerwehr kritisiert hat, bindet allein die größte Anlage in Dortmund mit rund 2000 Flüchtlingen zwei Rettungstransportwagen (RTW). Die Castrop-Rauxeler Feuerwehr verfügt insgesamt über drei. Laut Eckhardt ist auch nicht zu erwarten, dass sich dieser Bedarf ändern wird.

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