Dufhues‘ Speziteuren sei Dank: Zehn Krankenhausbetten gehen in bolivianisches Krankenhaus

Hilfstransport

Wieder hat es einen Hilfstransport aus Castrop-Rauxel ins Ausland gegeben. Empfänger der Betten ist ein kleiner Ort in Bolivien. Das hat auch mit Akten zu tun.

Castrop-Rauxel

, 07.09.2019, 08:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dufhues‘ Speziteuren sei Dank: Zehn Krankenhausbetten gehen in bolivianisches Krankenhaus

Vom Standort der Spedition am Düker wurden die Betten weiter auf die Reise nach Bolivien geschickt. © Dufhues

Geht es um ehrenamtliche Hilfe und netzwerken, dann liegen die Bürgerinnen und Bürger in Castrop-Rauxel in der Regel ganz weit vorne. Nach dem Transport von Betten und Co. aus der aufgegebenen Seniorenresidenz an der Holzstraße in ein polnisches Städtchen dank der Lakenberg-Stiftung Menschen in Not sind jetzt zehn Betten auf die Reise nach Bolivien gegangen.

Empfänger ist ein kleines Krankenhaus, das der Verein Deutsche Bolivien-Hilfe in der Gemeinde Padilla betreibt. Bolivien zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. 60 Prozent der Bevölkerung leben nach Angaben der UN unterhalb der Armutsgrenze. Es mangelt dort vor allem an medzinischer Grundversorgung.

MedArchiv lagert Akten schon seit 1993

Und hier greift einmal mehr das Netzwerken: Der Castrop-Rauxeler Unternehmer Klaus Dufhues hat in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der MedArchiv Castrop-Rauxel GmbH erfahren, dass das St.-Johannes-Hospital in Dortmund zehn Betten in gut erhaltenem Zustand übrig hat.

Dufhues funkte das Rochus an und bekam Infos zur Bolivienhilfe. Und mittlerweile schon ein Dankesschreiben von Dr. Ernesto Valverde, der sich hier engagiert. So sind die Betten über die Stationen Dortmund, das Gewerbegebiet am Düker im Norden Castrop-Rauxels und dem Firmensitz der Speziteure - genauer der Spedition Anhuth-Dufhues - verschifft worden.

Die MedArchiv GmbH beschäftigt sich seit 1993 mit der konservativen Art der Aktenarchivierung. Zunächst wurde sie gegründet, um Akten aus Krankenhäusern und Arztpraxen im Originalzustand zu übernehmen und nach den gesetzlichen Bestimmungen aufzubewahren.

System rund um die Uhr für Zugriffe erreichbar

„Die Lagerkapazität beträgt in den meisten Unternehmen nicht mehr als vier Jahre“, sagt Klaus Dufhues. Zu den Kunden zählen Krankenhäuser - das Joho in Dortmund war von Anfang an dabei - wie Kliniken in Hamm, Castrop-Rauxel, Soest und Soltau.

Daneben aber auch mittelständische Unternehmen, Rechtsanwälte, Arztpraxen, Bau- und Architekturbüros. Mittlerweile auch Stadtpersonalarchive. „Mehr als drei Millionen Vorgänge lagern bei uns“, sagt Dufhues.

Dabei sei das System, lobt der 64-Jährige, bombensicher und rund um die Uhr für Zugriffe erreichbar. Alle Akten werden einzeln in einer speziell für MedArchiv erstellten Software erfasst und in Hochregallagern mit Schnellzugriff eingelagert. Die Regale sind lockere elf Meter hoch.

Durch die EDV-gestützten Suchkriterien, sagt Dufhues, könne der Lagerort innerhalb kürzester Zeit lokalisiert und die Akte versandfertig gemacht werden. Wann immer sich beim Netzwerken eine Gelegenheit biete, mit medizinischem Equipment zu helfen, werde Dufhues das tun, sagte er.

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