Einbrecher randalieren in Castrop-Rauxeler Schule

Hoher Schaden an Gymnasium

Am Ernst-Barlach-Gymnasium in Castrop-Rauxel haben Einbrecher gewütet. Der oder die Täter haben sich Zutritt zum Physikraum im ersten Stock verschafft, verstopften dort die Abflüsse mit Papier und drehten das Wasser auf. Dieses bahnte sich den Weg bis zur Mensa im Untergeschoss. Die Schadenshöhe ist noch nicht abzusehen.

CASTROP-RAUXEL

, 30.08.2016, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einbrecher randalieren in Castrop-Rauxeler Schule

Das Oberstufenbüro ist komplett zerstört.

Schwerer Fall von Vandalismus am Ernst-Barlach-Gymnasium: Ein oder mehrere unbekannte Täter haben sich am Wochenende Zutritt zum Physikraum im ersten Stock verschafft. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verstopften sie die Abflüsse dort mit Papier und drehten die Wasserhähne auf. Vom Obergeschoss bahnte sich das Wasser seinen Weg durch die Verwaltungsräume bis hinab in die Schulmensa im Untergeschoss. Zur Höhe des Schadens gibt es noch keine Angaben.

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Schwerer Vandalismus am Ernst-Barlach-Gymnasium in Castrop-Rauxel

Am Ernst-Barlach-Gymnasium kam es zu schwerem Vandalismus. Der oder die Täter haben sich über das Flachdach Zutritt zum Physikraum im ersten Stock verschafft. Die Versuchsstätten wurden mit Papier verstopft und anschließend das Wasser aufgedreht. Das Wasser bahnte sich den Weg aus dem ersten Stock bis hin zur Mensa im Untergeschoss. Die Höhe das Schadens ist noch nicht abzusehen. Die Polizei stellte am Tatort Griffspuren und einen Schuhabdruck sicher.
30.08.2016
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Hier hatte Dr. Friedrich Mayer bis Montag sein Büro. Wichtige Akten werden an einem anderen Ort aufbewahrt und sind unversehrt. "Der Schaden am Gebäude ist der schlimmere", sagt der Schulleiter.© Foto: Robert Wojtasik
Das Oberstufenbüro ist komplett zerstört.© Foto: Robert Wojtasik
Die Rigipsplatten an der Decke des Oberstufenbüros waren durch die Feuchtigkeit so stark verbogen, dass sie sofort abgetragen werden mussten.© Foto: Robert Wojtasik
Die Schulmensa ist bis auf Weiteres außer Betrieb.© Foto: Robert Wojtasik
"Kein Mensch kann aktuell die Größenordnung des Schadens abschätzen": Schulleiter Dr. Friedrich Mayer in dem Physikraum, in dem die Abflüsse der Versuchsstätten verstopft wurden. Von dort bahnte sich das Wasser den Weg durch die Verwaltungsräume im Erdgeschoss bis in die Schulmensa im Untergeschoss.© Foto: Robert Wojtasik
Einfache warme Mittagsgerichte erhalten die Schüler künftig im McBarlach, dem Schulcafé neben der Mensa.© Foto: Robert Wojtasik
Über das Flachdach des Foyers sollen der oder die Täter zu diesem Fenster des Physikraums gelangt sein. Am Fenster wurden keine Spuren von Gewalteinwirkung gefunden.© Foto: Robert Wojtasik
Auf der Fensterbank wurde ein Fußabdruck gefunden.© Foto: Robert Wojtasik
Der Physikunterricht kann vorerst nicht mehr in den dafür vorgesehenen Räumen stattfinden. Er soll stattdessen in den Klassenräumen abgehalten werden. Das sei nicht optimal, sagt Schulleiter Dr. Friedrich Mayer, aber so komme es nicht zu Unterrichtsausfällen.© Foto: Robert Wojtasik
Am Regenrohr wurden Griffspuren sichergestellt. Offenbar sind der oder die Täter daran zum Fenster hochgeklettert.© Foto: Robert Wojtasik
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Simone Ortelt entdeckte den Schaden am Montagmorgen gegen 6.30 Uhr. „Ich dachte mich trifft der Schlag! Unter der Tür des Schulleiterbüros kam mir die Wasserlache schon entgegen“, berichtet die Hausmeisterin des EBG. „Ich bin dann in den Keller, habe den Haupthahn zugedreht und die Feuerwehr verständigt.“

Wie lange die Wasserhähne liefen, war am Dienstag noch nicht klar. Auch konnten keinerlei Angaben zur Schadenshöhe gemacht werden. „Kein Mensch kann aktuell die Größenordnung des Schadens abschätzen“, sagt Schulleiter Dr. Friedrich Mayer.

Das Ausmaß der Schädigung

Beim Rundgang durch die Schule wird zumindest das Ausmaß der Beschädigungen am Gebäude deutlich: Das Büro des Schulleiters und das Oberstufenbüro sind komplett zerstört. Die beiden Räume liegen direkt unter dem Physikraum. Das Wasser drang sogar noch eine Etage tiefer bis in die Schulmensa vor. Diese ist bis auf Weiteres unbenutzbar. Die unbeschädigte Mensaküche bleibt in Betrieb. Die Essensausgabe erfolgt künftig im kleineren Schulcafé. „Dort können wir zumindest einfache warme Speisen wie Eintöpfe an die Schülerinnen und Schüler ausgeben“, sagt Schulleiter Mayer.

Zu Unterrichtsausfällen wird es nach derzeitigem Stand nicht kommen. Welche Arbeiten am Gebäude anfallen, werden die kommenden Tage zeigen. Ein Architekt sei bereits zur Begutachtung vor Ort gewesen, so Mayer. „Es kann gut sein, dass der ganze Estrich raus muss und die Decken neu gemacht werden müssen.“

Der oder die Täter haben möglicherweise Spuren hinterlassen. Auf der Fensterbank im ersten Obergeschoss stellten die Polizeibeamten einen Schuhabdruck sicher. Am Regenrohr wurden Griffspuren gefunden. „Es ist aber noch nicht klar, ob die Spuren auswertbar sind“, so Polizeisprecher Franz.

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