Emscherland 2020: Was 2020 wirklich im Emscher-Gebiet passiert - und was nicht

mlzEmscher

Aus dem Emscherland 2020 wird eher ein Emscherland 2022. Erst dann sind die wichtigsten Projekte umgesetzt. Was aber bringt das Jahr 2020, wie es der Name verspricht, überhaupt an der Emscher?

Castrop-Rauxel

, 07.12.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ende 2020 wird das Hauptanliegen des Emscherumbaus, die Befreiung der Emscher und ihrer Nebenläufe von Schmutzwasser, erreicht sein. Unterirdisch ist bis dahin ein annähernd 350 Kilometer langes Netz von Abwasserkanälen errichtet worden. Für die bisherigen oberirdischen Schmutzwasserläufe ist dann eine ökologische Entwicklung eingeleitet worden - wie beispielsweise auf der Brandheide zwischen Frohlinde und Merklinde.

Das Jahr 2020 sollte darum ursprünglich zum Anlass genommen werden, den Emscherumbau als Generationen-Projekt einer Vielzahl von Menschen nahe zu bringen. 2015 hatten sich Emschergenossenschaft und die vier Kommunen Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten dazu entschlossen, dafür in eine Bewerbung um die Landesgartenschau 2020 zu gehen.

Gartenschau-Konzept ist weiterentwickelt worden

Dabei kam die Emscherregion aber nicht zum Zuge. Um nicht alle Ideen in den Papierkorb wandern zu lassen, hat man nach dem Scheitern der Bewerbung das Gartenschau-Konzept weiterentwickelt, um doch noch öffentliche Mittel für wichtige Teilideen zu generieren.

Das ist in Teilen gelungen. So konnte man etwa für den „Sprung über die Emscher“ einige Millionen aus Städtebaumitteln einwerben. Auch hat man Geld für den Natur-Erlebnis-Park zwischen dem Wasserkreuz in Castrop-Rauxel und dem Landschaftspark auf der Halde Hoheward akquiriert.

Doch all diese Projekte werden erst ab 2020 zu realisieren sein, wie die Emschergenossenschaft inzwischen erläutert. In die Tat umgesetzt sein soll das neue Emschertal dann zwei Jahre später, also 2022.

Pläne für 2020 sind noch nicht sehr konkret

Was aber passiert nun 2020? Das wollten wir von der Emschergenossenschaft wissen. Was können die Menschen im kommenden Jahr an der Emscher sehen? Auf jeden Fall will die Stadt Castrop-Rauxel mit ihrem Neujahrsempfang am 8. Februar ein Zeichen für den Emscher-Aufbruch setzen. Der Empfang soll unter dem Motto „Emscherland“ stehen.

Für Frühjahr, wahrscheinlich im Mai, plant die Emschergenossenschaft einen Auftakttermin zum Emscherland 2020. Vermutlich, so heißt es, mit einem symbolischen Spatenstich. Details dazu soll es Anfang 2020 geben.

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Für den 14. Juni 2020 ist der Tag des Gartens der Kleingärtner geplant. Die haben sich seit Beginn der Planungen intensiv in die Emscherland-Idee eingebracht. Das Fest zum Gartentag soll auf dem Gelände des geplanten Natur-Erlebnis-Parks stattfinden.

Laut Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft, soll das Projekt zudem Thema beim Tag der Städtebauförderung in Düsseldorf sein. Abawi: „Weiteres ist in Planung, dazu aber ebenfalls mehr in 2020...“

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