Entstehen neue Ersatz-Parkplätze in der Altstadt?

Stadt prüft Pläne

Für die für Monate wegfallenden Parkplätze auf dem Castroper Altstadtmarkt hat sich spontan eine Ersatzfläche aufgetan: das Gelände an der Ecke Widumer Straße/Schillerstraße, auf dem früher ein Gebäudekomplex der Altstadtgemeinde St. Lambertus stand. Bisher ist dieser Plan jedoch nicht mehr, als eine Idee.

Castrop-Rauxel

, 18.02.2016, 06:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Geländer an der Ecke Widumer Str./Schillerstr. wird als möglicher Ersatzparkplatz für die Altstadt in Erwägung gezogen.

Das Geländer an der Ecke Widumer Str./Schillerstr. wird als möglicher Ersatzparkplatz für die Altstadt in Erwägung gezogen.

Ob es tatsächlich zu einem kurzfristigen Deal zwischen der Stadt und der Gemeinde kommt, war am Mittwoch noch völlig offen. „Die Idee ist spannend, das gebe ich zu“, erklärte EUV-Chef Michael Werner. „Aber es muss auch organisiert werden“, fügte er hinzu. Aus diesem Grund habe er auch nach einer ersten Kontaktaufnahme mit dem für das Bauprojekt zuständigen Lambertus-Kirchenvorstand Heinrich Unger bereits am Mittwoch einen Prüfauftrag an das Technische Dezernat gerichtet.

Nur eine schnelle Umsetzung würde Sinn machen

Eins ist klar: Die Zeit drängt. Denn nur eine rasche Umsetzung würde tatsächlich auch einen Sinn ergeben. Zum einen verweist Werner darauf, dass die bewirtschaftete Parkfläche auf dem Markt nach bisherigen Planungen bereits im Mai wieder zur Verfügung stehe.

Zum anderen machte Unger im Gespräch mit unserer Redaktion darauf aufmerksam, dass die derzeit provisorisch durch Bauzäune abgesperrte Fläche auch wieder von der Gemeinde gebraucht werde: Zunächst als Materiallagerplatz für das neue Marcel-Callo-Haus (MCH), das nach neuesten Planungen ganz in der Nähe in unmittelbarer Nachbarschaft zum Lehrerparkplatz an der Schillerstraße entstehen soll. Später dann als Parkfläche für das neue MCH sowie für weitere Parkplätze, die an dieser Stelle für fehlenden Parkraum an der Lambertuskirche vorgehalten werden müssen.

Vorschriften durchkreuzen eine "pragmatische Spontanlösung"

Werner verwies darauf, dass eine „pragmatische Spontanlösung“ - ergo: Bauzaun weg, Parkplätze drauf - nicht infrage komme. „Ein öffentlicher Parkplatz hat eine andere Qualität“, betonte der EUV-Chef. Zu- und Abfahrt müssten vernünftig organisiert sein, Hinweisschilder aufgestellt, Markierungen nach Vorschrift gezogen werden. Schließlich gehe es auch um Haftungs-, Unterhaltungs- und Sauberkeitsfragen. Gleichwohl schloss er eine baldige Entscheidung nicht aus. „Das Technische Dezernat soll jetzt möglichst rasch eine Vorprüfung machen, dann gucken wir, ob wir das umsetzen können und wie viel das unter dem Strich kosten würde“, kündigte er an.

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