Einnahme-Ausfälle

Erlass der Kita-Beiträge und leere Europahalle teuer für Castrop-Rauxel

Die Kosten der Corona-Krise bemisst die Stadt Castrop-Rauxel auf 9,3 Millionen Euro allein 2020. Auch, weil sie sich spendabel zeigte: Sie erließ Kita-Beiträge. Das war gerecht, aber teuer.
Die Europahalle und die Stadthalle standen monatelang leer. Die Veranstaltungen, die dort nicht stattfinden konnten, kommen die Forum GmbH und damit die Stadt Castrop-Rauxel teuer zu stehen. © Tobias Weckenbrock (Archiv)

Auf die Stadt Castrop-Rauxel wird sich die Corona-Pandemie noch über Jahre finanziell auswirken. Das hat der 1. Beigeordnete Michael Eckhardt erst kürzlich erklärt. Nun gibt es neue Äußerungen.

„Es sieht so aus, als könnten wir im Jahr 2020 aufgrund verschiedener Hilfestellungen von Bund und Land finanziell mit einem blauen Auge davonkommen“, ließ sich jetzt Bürgermeister Rajko Kravanja zum laufenden Jahr zitieren. „Zwar fahren wir in der Verwaltung grundsätzlich einen strikten Sparkurs, die geplanten Investitionsvorhaben sollen aber wie geplant umgesetzt werden.“

Eckhardt mit Blick auf die folgenden Haushaltsjahre: „Gerade für eine gewerbesteuerschwache Stadt wie Castrop-Rauxel stellt etwa die Allgemeine Schlüsselzuweisung die Hauptertragsposition des Haushalts dar. 2020 sind das 71,6 Millionen Euro. Muss das Land hier selbst den insgesamt zur Verfügung stehenden Topf deutlich verkleinern, wird sich dies in unserem Haushalt erheblich bemerkbar machen.“

Erstmals legt die Stadtverwaltung offen, was einzelne Posten kosteten: Mit 600.000 Euro schlugen die den Eltern erlassenen OGS- und Kita-Beiträge zu Buche. Ausfälle bei Stadt- und Europahalle brachten 500.000 Euro Minder-Ertrag. 230.000 Euro gab man aus, um Verbrauchsmaterial für die Corona-Pandemie anzuschaffen.

Die Kita-Beiträge werden für Eltern im Juli erstmals wieder fällig.

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