Aktion im Herbst: Castrop-Rauxeler erteilen „Platzverweis dem Dreck“

Stadtbetrieb EUV

Castrop-Rauxel ist vielen Bürgern zu dreckig. Seit Jahren tun sie etwas dagegen. „Platzverweis dem Dreck“ heißt die Aktion. Im März fiel sie Corona-bedingt aus. Nun steht ein neuer Termin fest.

Castrop-Rauxel

, 16.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rund 300 Bürgerinnen und Bürger in 35 Gruppen erteilten 2019 dem Dreck einen Platzverweis. Mit dabei waren auch Hans-Jürgen Strojek und Werner Much vom KG Schellenberg.

Rund 300 Bürgerinnen und Bürger in 35 Gruppen erteilten 2019 dem Dreck einen Platzverweis. Mit dabei waren auch Hans-Jürgen Strojek und Werner Much vom KG Schellenberg. © Volker Engel (Archiv)

In Castrop-Rauxel gibt es zu viel Müll – insbesondere den, der einfach irgendwo hingeworfen oder abgeladen wird. Das hat eine Online-Umfrage unserer Redaktion unter Castrop-Rauxelern ergeben. Mehr als 60 Prozent stimmen der Aussage zu: „In der Stadt ist es insgesamt nicht sauber genug“.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger der Europastadt unternehmen dagegen schon seit Jahren etwas: In Gruppen sammeln sie – in der Regel zu Beginn des Frühjahrs – Müll an Wegen, in Grünanlagen und anderen öffentlichen Stellen ein. Dann kam Corona. Und die vom Stadtbetrieb EUV für März geplante Aktion musste ausfallen.

Bei der Aktion gelten besondere Hygieneregeln

Nun steht ein neuer Termin fest. Im Herbst: Am 31. Oktober (Samstag) heißt es „Platzverweis dem Dreck“. Von 10 bis 13 Uhr sind Bürger, die sich für die Umwelt und ein sauberes Umfeld einsetzen wollen, eingeladen mitzumachen. Der EUV stelle den Gruppen selbstverständlich wieder Handschuhe und Müllsäcke zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind bei „Platzverweis dem Dreck“ in diesem Jahr besondere Hygieneregeln zu beachten. „Die Gruppen sollten nicht zu groß sein, gegebenenfalls sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzeln und in kleinen Gruppen ausschwärmen“, schreibt der EUV. Zudem empfiehlt er einen Mund-Nasen-Schutz und bittet nachdrücklich darum, stets den erforderlichen Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen einzuhalten.

2019 beteiligte sich auch die Lebenshilfe-Hausgemeinschaft in Ickern an der Müllsammel-Aktion. Sieben junge Erwachsene mit einem Handicap, die seit anderthalb Jahren in Ickern wohnen, gehören dazu. Die Hausgemeinschaft besteht aus behinderten und nicht behinderten Personen.

2019 beteiligte sich auch die Lebenshilfe-Hausgemeinschaft in Ickern an der Müllsammel-Aktion. Sieben junge Erwachsene mit einem Handicap, die seit anderthalb Jahren in Ickern wohnen, gehören dazu. Die Hausgemeinschaft besteht aus behinderten und nicht behinderten Personen. © privat

Die Helfer entscheiden selbst, wo sie sich im Stadtgebiet für mehr Sauberkeit einsetzen. Die Aktion soll nicht nur einmalig für weniger Müll in Castrop-Rauxel sorgen, sondern allgemein für den Umgang mit der Umwelt sensibilisieren.

Schulen und Kindergärten sammeln vom 2. bis 4. November

„Viele Gruppen und Einzelpersonen engagieren sich schon seit vielen Jahren bei der Aktion für mehr Stadtsauberkeit“, schreibt der EUV. Er möchte aber auch neue Teilnehmer animieren, dabei zu sein und sich für die Umwelt zu engagieren. Jedes Jahr nehmen auch viele Schulen und Kindergärten an der Aktion teil. In diesem Jahr ist geplant, dass die Mädchen und Jungen zwischen dem 2. und 4. November (Montag bis Mittwoch) sammeln.

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35 Gruppen und Organisationen machten im vergangenen Jahr bei „Platzverweis dem Dreck“ mit. Im ehrenamtlichen Einsatz waren rund 300 Bürgerinnen und Bürger. Sie sammelten circa 5,8 Tonnen Abfall.

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Anmeldungen

Anmeldungen zur Umweltaktion nehmen beim EUV Stadtbetrieb Marko Brouwer (Tel. 02305/9686-250, E-Mail: marko.brouwer@euv-stadtbetrieb.de) und Karin Graf (Tel. 02305/9686-330, E-Mail: umwelt@euv-stadtbetrieb.de) entgegen. Sie beantworten auch gerne Rückfragen zur Aktion. Anmeldeschluss ist der 9. Oktober.
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