Müllgebühren: Gute Nachricht für die Portemonnaies aller Menschen in Castrop-Rauxel

mlzEUV-Stadtbetrieb

Der Gaspreis und der Strompreis werden im Jahr 2020 wohl massiv steigen. Auch viele andere Lebensbereiche werden teurer. Da kommt eine gute Nachricht vom Stadtbetrieb EUV jetzt gut an.

Castrop-Rauxel

, 24.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die privaten Haushalte müssen oft mit jedem Cent rechnen. Leider langen kurz vor dem Jahreswechsel zumeist schlechte Nachrichten ins Haus. Denn steigende Strompreise (im kommenden Jahr werden durchschnittlich 5,5 Prozent höhere Preise genommen) oder höhere Versicherungsbeiträge machen keine gute Laune.

Da sind gute Nachrichten von der Stadt Castrop-Rauxel und dem Stadtbetrieb EUV von der Gebührenfront ein willkommenes Signal. Und die gibt es nun.

Wenn der EUV-Verwaltungsrat und der Rat der Stadt den Gebührenbedarfsrechnungen des EUV-Vorstandes zustimmen sollte, bleiben die Castrop-Rauxeler im Jahr 2020 von Gebührensteigerungen nämlich in den wichtigen Bereichen Müllabfuhr, Straßenreinigung und Entwässerung verschont.

Der Liter Müll kostet weiterhin 2,03 Euro

Bei den Müllgebühren kann der EUV laut Vorlage für die politischen Gremien im kommenden Jahr nämlich deutlich niedrigere Ausgaben für bezogene Leistungen (Verwertungsgebühr, Entsorgungskosten, Fremdfahrzeuge etc.) kalkulieren als 2019. Angesetzten 6 Millionen Euro für das Jahr 2019 stehen hier nur knapp 5 Millionen im Jahr 2020 entgegen.

Und auch bei den Personalkosten kann man einsparen. Statt 3,41 Millionen werden nur 3,15 Millionen Euro für Löhne, Gehälter und sonstige Personalkosten fällig. Insgesamt kalkuliert der EUV deshalb mit 9,7 Millionen Euro Ausgaben (2019 sind 10,9 Millionen Euro angesetzt).

Da aber auch auf der Einnahmenseite mit gut 1,3 Millionen Euro (ohne die Gebühren) weniger erwartet werden, schlägt der EUV-Vorstand eine Beibehaltung der bisherigen Gebührensätze für die Müllabfuhr vor. Der Differenzbetrag zwischen Einnahmen und Ausgaben wird auf die Literzahl sämtlicher Mülltonnen umgelegt. So kommt auch für 2020 ein Literpreis von 2,03 Euro heraus.

Damit bleibt es bei der typischen 80-Liter-Restmülltonne mit 14-täglicher Leerung ohne Eigenkompostierung wie in diesem Jahr bei einer Gebühr von 162,40 Euro und mit Eigenkompostierung bei 138,04 Euro.

Unterdeckung bei der Straßenreinigung

Bei den Straßenreinigungsgebühren ändert sich für den EUV weder auf der Ausgaben- noch auf der Einnahmenseite im kommenden Jahr etwas Nennenswertes. Zwar gibt es eine Unterdeckung von knapp 14.000 Euro, dennoch schlägt der EUV der Politik vor, auch hier im kommenden Jahr mit den bekannten Gebühren gearbeitet werden.

Die sind in diesem Sektor übrigens bereits seit Januar 2016 stabil: Für die reine Straßenreinigung sind es 4,34 Euro je Meter Grundstückslänge und für den Winterdienst 1,59 Euro je Meter. Maßstab für die Benutzungsgebühr sind die Seiten eines Grundstücks entlang der Straße, durch die das Grundstück erschlossen ist, und die nach Straßenart, Umfang und Häufigkeit der Reinigung bestimmte Reinigungsklasse.

Größter Posten ist die Entwässerung

Die höchsten Ausgaben erfordert Jahr für Jahr die Entwässerung. Für das kommende Jahr setzt der EUV hier Gesamtausgaben von rund 19,2 Millionen Euro an. Der größte Batzen dabei sind Beiträge für Emschergenossenschaft und Verbände mit satten 8,3 Millionen Euro, gefolgt von Zinsen (3,2 Millionen Euro), Abschreibungen (3,4 Millionen Euro) und Personalausgaben von 2,1 Millionen Euro.

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Dem stehen Umsatzerlöse jenseits der Gebühren von lediglich 1,3 Millionen Euro entgegen. 17,9 Millionen Euro müssen also auf die Posten Schmutzwasser und Niederschlagswasser verteilt werden.

Da sich hier zum Vorjahr nur eine Differenz im Centbereich ergibt, schlägt der EUV auch hier Gebührenstabilität vor. Für den Kubikmeter Schmutzwasser zahlen die Castrop-Rauxeler weiter 2,67 Euro, Beim Regenwasser je Quadratmeter gebührenpflichtiger Grundstücksfläche 1,13 Euro.

Die Gremien

  • Der Verwaltungsrat des EUV tagt am Mittwoch, 27. November, um 17 Uhr im Sitzungsraum 1 des EUV, Westring 215.
  • Der Rat der Stadt trifft sich zur letzten Sitzung 2019 am Donnerstag, 28. November, um 17 Uhr im Ratssaal am Europaplatz.
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