Marktplatz-Pflaster: EUV testet die nächste Reinigungsmethode - Kärcher-Versuch erfolglos

mlzAltstadt-Markt

Der Stadtbetreib EUV hat am Montag eine neue Reinigungsart des empfindlichen Marktplatzpflasters getestet. Der Erfolg des Versuchs war aber nicht so, wie man es sich versprochen hatte.

Castrop

, 07.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Pflaster auf dem Altstadt-Markt ist ein Problem. Seitdem der Marktplatz komplett neu aufgebaut worden ist, gab es immer wieder kleinere oder größere Schwierigkeiten. Einerseits mit der Befahrbarkeit des Straßenabschnitts auf der Sparkassenseite, andererseits und inzwischen dauerhaft mit der Frage der Pflege/Sauberkeit des Pflasters. Und das ist nicht neu, sondern fing bereits im Jahr 2017 an.

Nach Ckü war der Platz wieder sehr verdreckt

Nach der jüngsten Auflage von Castrop kocht über stand das Pflaster wieder im Fokus. EUV-Chef Michael Werner erklärte, dass man den Veranstaltern künftig die Auflage machen werde, unter den Ständen Teppich zu verlegen und mehr Aschenbecher aufzustellen.

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Das stieß bei den Ckü-Veranstaltern nicht gerade auf Gegenliebe. Mitveranstalter Peter Berg teilte mit, dass die Zelte bereits mit Boden ausgestattet seien, Teppiche verlegt waren und Aschenbecher vorhanden. Die Steine, so Berg, wären einfach „sehr empfindlich“. Jenseits dieses Streits hatte Michael Werner auch angekündigt, dass man zeitnah versuchen werde, das angegriffene Pflaster mit heißer Flüssigkeit zu säubern.

Testlauf am Montagmorgen mit neuem Gerät

Dazu gab es nun am Montagmorgen einen Testlauf. Ein Mitarbeiter des Herstellers machte sich unter den Augen von EUV-Vertretern, darunter auch EUV-Vize Thorsten Werth-von Kampen, daran, das Pflaster am Reiterbrunnen zu säubern.

Marktplatz-Pflaster: EUV testet die nächste Reinigungsmethode - Kärcher-Versuch erfolglos

Ein Nasssauger ist am Montag auf dem Altstadtmarkt ausprobiert worden. © Thomas Schroeter

Während Werth-von Kampen vor Ort keinen Kommentar zum Erfolg des Tests abgeben wollte, bilanzierte EUV-Sprecherin Sabine Latterner später am Tag gegenüber unserer Redaktion: „Da das Marktplatzpflaster, insbesondere nach den bisher stattgefundenen Veranstaltungen, immer wieder Verschmutzungen aufweist, werden verschiedene alternative Methoden zur Reinigung des Pflasters getestet. Das Ergebnis sollte dabei wie folgt aussehen: Es muss ein optimaler Reinigungseffekt erzielt werden. Zugleich muss die Reinigung so schonend sein, dass sich die Pflasterfugen weiterhin konsolidieren können.“

Reinigungsergebnis gut, aber nicht schonend genug

Dafür sei Montag die Reinigung mit einer Maschine mit Drehtellerbürste getestet worden. Die Maschine bringt dabei ein Reinigungsmittel auf. Das Mittel wirkt in den Stein ein und wird anschließend wieder über die Maschine oder durch einen manuellen Spülgang entfernt.

Latterner in ihrem Fazit: „Hinsichtlich des erzielten Reinigungseffektes war das Ergebnis durchaus zufriedenstellend, allerdings war die Reinigung nicht so schonend wie erforderlich. Deshalb werden weitere Methoden/Anbieter getestet.“

Welches Gerät dann angeschafft wird und mit welchen Kosten dies verbunden ist, steht laut Latterner noch nicht fest.

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