Evonik muss Häuslebauern kein Geld zurückbezahlen

Mehrwertsteuer-Rückzahlung

CASTROP-RAUXEL Zu früh gefreut! Viele Eigenheimbesitzer, die in den vergangenen Jahren ein Haus gebaut haben, können einen Teil der Mehrwertsteuer für den Wasseranschluss zurückfordern. Nicht aber die Häuslebauer am Messenkamp, die mit dem Bauträger Kesting-Massivhaus gebaut haben.

von Von Gabriele Regener

, 05.10.2009, 16:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einige Hausbesitzer am Messenkamp bekommen kein Geld zurück.

Einige Hausbesitzer am Messenkamp bekommen kein Geld zurück.

Das will Gelsenwasser, die die Häuser am Messenkamp angeschlossen hat, auch zahlen. Frage ist nur, an wen. Andreas Jedamzik hat auf Nachfrage erfahren, dass das Geld nicht an ihn und seine Nachbarn, sondern an den Bauträger zurückfließt, also dem Vertragspartner. Das Problem: Die Häuser wurden zu einem Festpreis verkauft, Einzelgewerke, wie auch der Vertrag mit dem Wasseranbieter, wurden auf Namen und Rechnung des Bauträgers eingekauft.

Eine weitere Schwierigkeit: Den ursprünglichen Bauträger gibt es nicht mehr. Die Firma ging zunächst an die RAG, dann an Evonik Industries über. Die haben den Fall geprüft und entschieden: Kein Geld für die Eigenheimkäufer. Und damit sind sie wohl im Recht, schätzt Dr. Willi Fahnenschmidt vom Haus- und Grundeigentümerverein, die Situation ein. „Beim Festpreis trägt der Bauträger das Risiko. Werden manche Handwerkerleistungen teurer, reduziert das den Gewinn. Und in diesem Fall hat der Bauträger eben Glück gehabt“, sagt er.

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