Ex-Schalker Klaus Fichtel bekommt Platz in der "Hall of fame"

CASTROP-RAUXEL Klaus Fichtel hält mit seinen 477 Bundesligaspielen für den Gelsenkirchener Traditionsclub noch immer den Vereinsrekord. Jetzt bekommt er einen Platz im Schalke-Museum.

von Von Christoph Witte

, 10.07.2008, 14:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klaus Fichtel

Klaus Fichtel

Klaus „Tanne“ Fichtel (63), 23-maliger deutscher Fußballnationalspieler aus Ickern, hat seinen festen Platz in der Schalker „Ehrenkabine“ gefunden. Beim Fußballbundesligisten S04 wird es demnächst eine „Hall of fame“ geben. Das hat die Jahreshauptversammlung beschlossen. „Im Internet kann man sie schon sehen“, sagt Pressesprecher Gerd Voss. „Ich gehe davon aus, dass wir in einigen Wochen in unserem Schalke-Museum auch ein Plätzchen für die Ehrenkabine finden werden.“ Die Ehrenkabine ist verdienten Schalker Spielern und Trainern vorbehalten. Die 1359 stimmberechtigten Mitglieder wählten bereits 20 Stars der Clubgeschichte aus. Dazu gehören neben Klaus Fichtel (Foto) Namen wie Ernst Kuzorra, Fritz Szepan, Norbert Nigbur, Stan Libuda, Klaus Fischer, Huub Stevens und Olaf Thon. Ruhm für die Jahrhundertelf Insgesamt haben alle neun Ehrenspielführer plus die im Jahr 2000 von den Fans gewählte Jahrhundertelf, zu der Fichtel gehört, ihren Platz in der Ehrenkabine. „Jedes Jahr können auf Vorschlag des Vorstandes zwei Leute hineingewählt werden“, erklärt Gerd Voss. Ebbe Sand und der Meistertrainer von 1958, Edi Frühwirth, haben auf diesem Weg am 22. Juni die Ruhmeshalle betreten. Zur Person: Klaus Fichtel wurde am 19. November 1944 in Castrop-Rauxel geboren. Mit Schalke 04 gewann er 1972 den DFB-Pokal. Noch im Alter von 43 Jahren lief er in der Bundesliga auf, das ist sogar Liga-Rekord. Erst 1988 beendete der Abwehrrecke seine Laufbahn nach insgesamt 552 Bundesligaspielen und 14 Toren (neben Schalke noch Werder Bremen). Seinen Spitznamen „Tanne“ verdankt er den Schalker Fans, die ihn mit den Worten „Der Wald stirbt - die Tanne steht“ ihre Anerkennung zollten.   Zwischen 1967 und 1971 trug er 23 Mal das Trikot mit dem Bundesadler. Bei der WM 1970 in Mexiko erreichte er den dritten Platz. Heute lebt der 63-Jährige in Waltrop. Er ist auch heute noch eng mit dem FC Schalke 1904 verbunden, arbeitet als Spielerbeobachter und als Scout.  

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