Fahndungsfoto erst zwei Monate nach der Tat öffentlich - Warum dauert es so lange?

mlzDiebstahl im EKZ Widumer Platz

Drei Männer auf Diebestour im Einkaufszentrum Widumer Platz: Sie stehlen im Kaufland Waren im Wert von 1800 Euro - im März. Erst jetzt sind die Videobilder zur Fahndung öffentlich. Warum?

Castrop

, 15.05.2019, 13:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Polizei sucht seit Anfang dieser Woche öffentlich nach den drei jungen Männern, die beschuldigt werden, in einem Castroper Einkaufszentrum geklaut zu haben. Die Tat am Widumer Platz liegt schon Wochen zurück: Sie geschah am 12. März gegen 19.40 Uhr. Warum dauert es so lange, bis die gestochen scharfen Bilder aus der Überwachungskamera öffentlich gemacht werden?

Die Polizei würde in vielen Fällen auch lieber früher auf diese Weise fahnden - denn der Ermittlungserfolg könnte dann unmittelbarer sein. Bei der Öffentlichkeitsfahndung ist sie aber an die Strafprozessordnung gebunden - konkret an den Paragrafen 131, der alles um die Öffentlichkeitsfahndung regelt.

Erst alle anderen Ermittlungsansätze abklären

„Die Öffentlichkeitsfahndung dient immer nur als letztes Mittel, um Täter zu ermitteln“, erklärt ein Polizeisprecher. Zunächst müssten alle Ermittlungsansätze abgeklärt und abgearbeitet sein. Erst dann gebe es die Möglichkeit, Lichtbilder im Internet oder der Zeitung zu veröffentlichen.

Fahndungsfoto erst zwei Monate nach der Tat öffentlich - Warum dauert es so lange?

Diese drei mutmaßlichen Täter werden gesucht. Sie sollen am 12. März Waren im Wert von 1780 Euro im Einkaufszentrum Widumer Platz gestohlen haben. © Polizei

Konkret muss die Polizei zunächst einen Ermittlungsbericht an die Staatsanwaltschaft übermitteln. Anschließend prüft sie noch einmal und stellt dann einen Antrag. Erst ein richterlicher Beschluss ermöglicht in letzter Instanz die Freigabe von Fotos.

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