Fahrdienst „verschläft“ Gerichtstermin: Urteil muss verschoben werden

Brandtstiftungs-Prozess

Das Urteil im Prozess gegen einen mutmaßlichen Brandstifter aus Castrop-Rauxel musste kurzfristig verschoben werden. Der Angeklagte erschien am Dienstag (12.1.) nicht, konnte aber nichts dafür.

Bochum/Castrop-Rauxel

, 13.01.2021, 05:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte beim Prozessauftakt neben seinem Verteidiger Christoph Pindur. Am Dienstag blieb sein Platz überraschend leer.

Der Angeklagte beim Prozessauftakt neben seinem Verteidiger Christoph Pindur. Am Dienstag blieb sein Platz überraschend leer. © Jörn Hartwich

Verlängerung im Prozess um einen mutmaßlichen Brandanschlag durch einen Mann (34) aus Castrop-Rauxel: Weil der für den Transport des Angeklagten zuständige Fahrdienst den Sitzungstermin nicht notiert und den 34-Jährigen somit nicht rechtzeitig aus der LWL-Klinik in Lippstadt zum Gericht gebracht hat, konnte am Bochumer Landgericht nicht verhandelt werden. Das eigentlich für Dienstag (12.1.) fest eingeplante Urteil soll nun am 18. Januar fallen.

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Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 6. Mai 2020 in die Wohnung eines vermeintlichen Nebenbuhlers in Recklinghausen eingebrochen zu sein und dort gezielt das Bett angezündet zu haben. Bei dem Feuer in dem Mehrfamilienhaus war glücklicherweise nur Sachschaden entstanden und niemand verletzt worden.

Von einer absichtlichen Brandlegung will der Castop-Rauxeler allerdings überhaupt nichts wissen. Der 34-Jährige räumte zwar ein, in der Wohnung seines Ex-Kumpels gewesen zu sein, will er aber letztlich nur mit einer brennenden Zigarette in der Hand eingeschlafen sein.

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Nach Hinweisen auf eine wahnhafte Erkrankung hatten die Richter der 9. Strafkammer zuletzt eine Psychiaterin zur Frage der Schuldfähigkeit des 34-Jährigen hinzugezogen. Folgt das Gericht der gutachterlichen Empfehlung, so droht dem Castrop-Rauxeler konkret eine unbefristete Psychiatrie-Einweisung zum Schutz der Allgemeinheit.

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