Durch fehlende Einzelticketverkäufe verzeichnet DSW21 Einbußen in Millionenhöhe. © Marcel Witte
Nahverkehr

Fahrgäste kaufen keine Einzel-Tickets: Großes Minus bei Verkehrsunternehmen

Schon seit März können Fahrgäste wegen Corona in Castrop-Rauxler Bussen keine Fahrkarten mehr kaufen. Das führt zu schweren Einbußen für die Verkehrsunternehmen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie in Castrop-Rauxel sinken die Fahrgastzahlen im Nahverkehr stetig. Busse fuhren während dieser Zeit trotzdem, und so entstanden für die Verkehrsunternehmen in Castrop-Rauxel hohe Kosten.

„Seit März fehlen Millionenbeträge“, sagt Britta Heydenbluth, Pressesprecherin bei DSW21, die im Fahrkartenverkauf mit der Vestischen zusammengeschlossen ist. Im Vergleich zum Vorjahr habe man in Dortmund und Castrop-Rauxel eine Einbuße von 9 Millionen Euro zu verzeichnen.

Dieser Betrag ergebe sich einzig und allein durch die fehlenden Einzelticketverkäufe. Dies resultiert zum einen daraus, dass Tickets nicht mehr beim Busfahrer gekauft werden können, zum anderen daraus, dass es allgemein viel weniger Fahrgäste gebe.

Abonnenten halten Verkehrsbetriebe über Wasser

„95 Prozent der Fahrgäste haben jedoch ein Ticketabo“, erklärt Britta Heydenbluth. In den vergangenen Monaten habe man trotz des Corona-Lockdowns kaum Kündigungen erhalten: „Der Großteil unserer Abonnenten hat uns die Treue gehalten und dafür sind wir sehr dankbar“, sagt die DSW21-Sprecherin.

Noch in diesem Jahr wolle man in den Bussen Trennscheiben einbauen. Momentan sei die Nachfrage jedoch sehr hoch und der Einbau der Scheiben müsse auch noch getestet werden, sodass Britta Heydenbluth schätzt: „Die Busse sollten etwa im Herbst damit ausgestattet sein.“

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