Feuerwehr probt Eisrettung mit Spezialanzügen

Im Erinpark

Viel zu oft muss man in der kalten Jahreszeit über tragische Unfälle lesen, bei denen Personen vermeintlich zugefrorene Gewässer betreten haben. Um für solche Situationen gewappnet zu sein, übte die Feuerwehr Castrop-Rauxel jetzt den Ernstfall - bei acht Grad Außentemperatur.

CASTROP-RAUXEL

14.11.2012, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Neben dem Schlauchboot und einem Rettungsbrett (SpineBoard) stehen der Feuerwehr spezielle Rettungs- und Überlebensanzüge der neuesten Generation zur Verfügung. Dieser Anzugtyp wird inzwischen in vielen anderen Ländern von Such- und Rettungsteams der Küstenwache, der Feuerwehr und der Polizei speziell zur Eis- und Wasserrettung eingesetzt.Mit den Anzügenwerden die Retter vor den Folgen der Unterkühlung geschützt, da schon bei einer Körpertemperatur unter 35 Grad die Durchblutung der äußeren Körperregionen verringert wird und es zum automatischen Muskelzittern kommt.

Bei Temperaturen unter 32 Grad setzt eine Bewusstseinstrübung und eine Reflexabschwächung ein. Sinkt die Temperatur auf weniger als 28 Grad, kommt es zum Verlust des Bewusstseins, einem unregelmäßigen und abgeschwächten Puls und später zu einem Atem- und Kreislaufstillstand. In diesem Zusammenhang möchte die Feuerwehr Castrop-Rauxel darauf hinweisen, im Winter Eisflächen auf Seen und Teichen nicht zu betreten und dabei besonders auf spielende Kinder zu achten. Bringen doch solche Unfälle sehr oft großes Leid über die Betroffenen, deren Familien und manchmal auch über die Rettungskräfte.

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