Feuerwehrgerätehaus: Baufirma setzte unerlaubte Nachunternehmer ein

mlzVerzögerungen

Das neue Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Rauxel-Dorf an der Pallasstraße wird endlich gebaut. Probleme mit dem Rohbauunternehmer und Wasser haben für massive Verzögerungen gesorgt.

Dorf Rauxel, Deininghausen

, 09.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Pallasstraße haben jetzt endlich die gerade vom Löschzug Rauxel-Dorf heiß ersehnten Bauarbeiten zur Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehauses für den Löschzug begonnen. Der fristet bis heute in alten Garagen auf dem Hof Schulte-Rauxel ein mehr als provisorisches Dasein.

Rohbau-Auftrag musste neu vergeben werden

Eigentlich, so war zu Beginn des Jahres angekündigt worden, sollten die Arbeiten an dem Gebäude bereits im Januar starten und der Bau bis Ende 2020 bezugsfertig sein. Das hat sich massiv verzögert. „Der ursprüngliche Auftrag für die Rohbaumaßnahmen musste gekündigt werden, da der Unternehmer unerlaubte Nachunternehmer beschäftigt hatte“, so begründete jetzt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann diesen Zeitverzug.

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Nach der Kündigung hätten die Arbeiten erneut ausgeschrieben werden müssen. Das war aber nicht das einzige Problem, das es an der Pallasstraße gegeben hat: „Zudem hat sich durch die erheblichen Regenfälle Anfang des Jahres die Standfestigkeit des Baugrunds derart verschlechtert, dass eine zusätzliche Bodenkonditionierung durchgeführt werden musste. Auch diese Arbeiten mussten ausgeschrieben werden. Nachdem die Leistungen vergeben wurden, wurden die Arbeiten vor Ort unverzüglich aufgenommen“, heißt es dazu in einer Antwort auf eine Anfrage unserer Redaktion.

Fertigstellung um fünf Monate verschoben

Aus diesen Gründen habe sich nicht nur der angepeilte Start- sondern auch der geplante Fertigstellungstermin nach hinten verschoben. Die Stadt plant nun laut Maresa Hilleringmann mit einer Fertigstellung des Gebäudes im Mai 2021.

So soll das neue Feuerwehrhaus des Löschzugs Rauxel-Dorf aussehen.

So soll das neue Feuerwehrhaus des Löschzugs Rauxel-Dorf aussehen. © Stadt Castrop-Rauxel

Die Verzögerung habe dabei keine Mehrkosten zur Folge, „jedoch schlägt die Bodenkonditionierung mit rund 15.000 Euro zu Buche“, so die Sprecherin. Derzeit gehe die Stadtverwaltung davon aus, diesen Betrag durch Einsparungen in anderen Gewerken auffangen zu können, so dass die Gesamtkosten von 2,175 Millionen Euro möglichst nicht überschritten werden sollten.

Im Gerätehaus ist Platz für fünf Fahrzeuge

Insgesamt soll das neue Gerätehaus Platz für fünf Fahrzeuge des Löschzuges Rauxel-Dorf bieten:

  • Mannschaftstransportfahrzeug
  • Mittleres Löschgruppenfahrzeug für die Jugendfeuerwehr
  • Löschgruppenfahrzeug
  • Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz
  • Gerätewagen „Logistik 2“ (Allrad-Lkw zum Aufbau der Wasserversorgung über lange Wegstrecken).

Der Löschzug Rauxel-Dorf ist darauf spezialisiert, bei großen Einsätzen die nötige Wasserversorgung der Löschmannschaften zum Teil auch über längere Strecken hin zu ermöglichen.

Knapp 800 Quadratmeter Platz im Neubau

Das Erdgeschoss des Neubaus hat eine Bruttogrundfläche von 559 Quadratmetern, das Obergeschoss eine von 222 Quadratmetern. Neben den Fahrzeugen werden im Neubau Büro-, Dusch- und Umkleideräume sowie ein Seminarraum im Obergeschoss Platz haben.

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