FFF-Sommercamp mit Tausenden Teilnehmern: Das erhofft sich Anna Liedtke aus Castrop-Rauxel

mlzRevierpark Wischlingen

In Dortmund startet am 31. Juli ein Sommerkongress: Die Bewegung Fridays for Future trifft sich fünf Tage im Revierpark Wischlingen. Zwei Castrop-Rauxelerinnen sind dabei. Das erwartet sie.

Castrop-Rauxel

, 21.07.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angela Merkel hat abgesagt. Andere Polit-Prominenz wollten die Veranstalter nicht einladen. Vom 31. Juli bis 4. August soll es beim ersten bundesweiten Sommerkongress der Fridays-for-Future-Bewegung basisdemokratisch zugehen. Dann sind auch Lea Leidig und Anna Liedtke dabei. Die beiden arbeiten in der Castrop-Rauxeler FFF-Gruppe mit. Was erwartet sie in der Nachbarstadt?

Orga-Team plant seit Wochen in der Nordstadt

In der Dortmunder Nordstadt hat das Organisationsteam Büroräume, in denen die Planungen für den Sommerkongress derzeit heiß laufen. Mehr als 1000 Klimaaktivisten - anfangs war sogar die Rede von 3000 - sollen im Dortmunder Revierpark zusammen kommen.

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Anna Liedtke aus Deininghausen wird dabei sein, wenn rund 200 Workshops abgehalten werden. 100 Ortsgruppen sollen sich dort vernetzen, um ihre Arbeit daheim weiter vertiefen zu können. „Es geht zum einen um die Vernetzung“, sagt Anna Liedtke - „zum anderen macht es aber auch einfach Spaß, mit vielen Menschen am gleichen Ziel zu arbeiten“.

Zweites großes Event nach Demo in Aachen

Nach der großen Demo in Aachen Ende Juni, an der knapp 40.000 Menschen aus über 15 Ländern teilnahmen, ist der Kongress das zweite große Event in Deutschland. Die Ortsgruppe in Castrop-Rauxel selbst veranstaltete schon Streiks an Freitagen mit zum Teil mehreren Hundert Teilnehmern. Auch eine Müllsammelaktion stellte das FFF-Team auf die Beine. Auch zur Teilnahme am weltweiten Streik rief die Ortsgruppe auf.

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Wird der Kongress einen Schub für die Bewegung in Deutschland geben? „Na klar, Aufmerksamkeit wird es geben“, sagt Anna Liedtke. Aber das sei nicht das Hauptziel. „Hauptziel ist es, dass wir uns untereinander austauschen und dadurch die Demos und Aktionen wie zum Beispiel Clean-Ups effektiver und organisierter werden“, erklärt sie. Sie wolle sich mit Lea Leidig zusammen anschauen, wie andere Ortsgruppen mit gewissen Dingen umgehen, um „vielleicht Schwierigkeiten, die wir in Castrop-Rauxel haben, zu beseitigen“.

Hälfte der Teilnehmer unter 18 Jahren

Etwa die Hälfte der Teilnehmer, die im Revierpark Wischlingen erwartet werden, wird unter 18 Jahre alt sein, kündigen die Veranstalter an. Schlafen werden die Teilnehmer in Großzelten, in Turnhallen oder eigenen Zelten im Revierpark. Anna Liedtke und Lea Leidig könnten aufgrund der Nähe zum Veranstaltungsort sogar nach Hause fahren. „Das macht es für uns um einiges leichter“, so Anna Liedtke.

Eine Essener Volksküchen-Initiative wird das Essen organisieren. Teilnehmer zahlen im Durchschnitt 40 Euro - die, die mehr Geld haben, etwas mehr, damit andere nicht so viel bezahlen müssen.

Die Veranstaltungskosten liegen laut Orga-Team bei rund 200.000 Euro. Zu den Teilnahmebeiträgen sollen auch Spenden dafür eingesammelt werden. Auch Zuschüsse von Stiftungen und vom Bundesumweltministerium werden eingeworben.

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