Umwelt

Fleischerei von Willi Bols setzt jetzt auf Papp-Boxen statt Plastiktüten

Viele Geschäfte haben Plastiktüten aus ihrem Sortiment verbannt. Kunden der Fleischerei von Willi Bols können ihre Einkäufe jetzt in Pappkartons transportieren und sie wiederverwenden.
Chefköchin Aggi Oberüber (rechts) und Verkäuferin Marion Schorn füllen gern die umweltfreundlichen Transportkartons. © Dieter Düwel

Milliarden Plastiktüten landen immer noch im Meer oder in anderen Teilen der Natur. Das nervt Fleischermeister Willi Bols: „Wir wollen von den Plastikverpackungen wegkommen. Da hatte ich die Idee, unsere Plastiktüten durch Pappbehälter zu ersetzen, die man entweder in der blauen Papiertonne entsorgen kann, oder am besten mehrfach weiter benutzen kann. Ich hatte auch schon eine vage Vorstellung, wie der Behälter aussehen sollte.“

Für die konkrete Gestaltung wandte sich Bols dann an die Verpackungsmanufaktur Jelica aus Merklinde. Hier traf das Vorhaben des Fleischermeisters auf offene Ohren.

Vielseitigkeit als großer Pluspunkt

Rainer Rick von der Konstruktion und Entwicklung berichtet: „Herr Bols kam zu uns mit einem fertigen Muster. Er wollte gern die Form eines Hauses haben. Das war für uns kein Problem. Ich habe eine Zeichnung angefertigt und wir haben zusammen einige Elemente optimiert, zum Beispiel wurde der Verschluss des Papphauses so gestaltet, dass der Transport in der Box auch sicher sein würde.“

Kundin Ellen Broos-Marr erhält einen der ersten Papierbehälter von Fleischermeister Willi Bols.
Kundin Ellen Broos-Marr erhält einen der ersten Papierbehälter von Fleischermeister Willi Bols. © Dieter Düwel © Dieter Düwel

Die Firma Jelica hat den Behälter auch schon für ihre Weihnachtsaktion eingesetzt „Wir haben für uns ein weihnachtliches Druckbild gewählt. Unsere Kunden beschenken wir dann mit Keksen und Süßigkeiten, verpackt in der umweltfreundlichen Weihnachtsbox“, sagt Rainer Rick.

Für Willi Bols liegt der große Vorteil der Karton-Box in der vielseitigen Verwendbarkeit: „Man kann sie als Geschenkbox weiter nutzen, sie kann aber auch als eine Art Frühstückskorb dienen. In der Adventszeit ist die Box der ideale Rohling für das Basteln eines Knusperhäuschens.“

Konzept soll weiterentwickelt werden

Bols hat seit letzten Dienstag (8.12.) 2000 Transportbehälter aus Pappe im Gebrauch. Er will bis Ende des Jahres testen, wie sie bei der Kundschaft ankommen: „Wenn es gut läuft, werden wir weitere Boxen ordern.“

Zumindest Kundin Ellen Broos-Marr war nach ihrem Einkauf sehr angetan von der attraktiven Alternative zur Plastiktüte: „Ich finde die neue Papp-Box richtig gut. Es wird Zeit, dass wir von den Plastiktüten wegkommen. Ich werde mir mal überlegen, wie ich die Box weiterverwenden kann. Zu Weihnachten könnte ich sie als Geschenkkarton nutzen.“

Zusammen mit der Firma Jelica will Willi Bols sein umweltfreundliches Verpackungskonzept auf jeden Fall weiterentwickeln: „Der nächste Schritt sollen umweltfreundliche Behälter für den Lieferservice unseres Essens außer Haus sein. Statt Styroporteller und Alufolie planen wir mit Materialien, die das Essen warm halten und am Ende in der Papiertonne entsorgt werden können.“

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