Förderpreis für Blaue Engel

Castrop-Rauxel Ob das Land nun drei oder vier Fachhochschulen plant - eine soll nach Castrop-Rauxel. Das gaben die 270 Gäste des CDU-Neujahrsempfangs ihrem Generalsekretär für Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, mit auf den Weg nach Düsseldorf.

27.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Generalsekretär der NRW-CDU, Hendrik Wüst, macht dem Koalitionspartner FDP Druck.

Der Generalsekretär der NRW-CDU, Hendrik Wüst, macht dem Koalitionspartner FDP Druck.

In die Landeshauptstadt nimmt der Gastredner aber nicht nur eine lange Wunschliste mit, sondern vor allem den Eindruck bürgerschaftlichen Engagements in der Europastadt. Schon an der Eingangstür des Bürgerhauses waren die Träger des 16. CDU-Förderpreises für ehrenamtliche Leistungen nicht zu übersehen: 25 Männer und Frauen des Technischen Hilfswerks (THW), die stellvertretend für ihre rund 100 Kollegen zur Preisverleihung gekommen waren.

"Für unsere Helfer bedeutet die Auszeichnung, dass sie aus dem Verborgenen herausgehoben werden. Denn in der Regel sieht uns bei der Arbeit keiner zu", freute sich Ortsbeauftragter Franz-Josef Rzymek über den Preis.

Auslandseinsätze

Seit 20 Jahren füllt er das Amt aus, gehört dem THW insgesamt 43 Jahre an. Ob Weltmeisterschaft, G8-Gipfel, Weltjugendtag, Hochwasser an der Elbe - die Castrop-Rauxeler folgen allen Hilferufen. "Sogar ins Ausland", spielte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Hilmar Claus auf Sturmeinsätze in Südfrankreich im Jahr 2000 an. "Die französische Presse sprach damals von den Blauen Engeln aus Deutschland. Sie selbst aber, sie retten Leben und sprechen nicht darüber", lobte er. Aber auch Castrop-Rauxeler hätten dem THW viel zu verdanken. Immer wieder seien die Helfer - wie zuletzt bei der Aktion Tannenbaum - im Stadtgebiet unterwegs. "Die Einsätze vor Ort haben in den vergangenen beiden Jahren zugenommen", bestätigte Franz-Josef Rzymek. "Bei jeder Bombenentschärfung sind wir dabei." Der Ortsbeauftragte bedankte sich ausdrücklich bei Familien und Arbeitgebern, die die ehrenamtliche Arbeit erst ermöglichen, rief aber auch die Gefahren und Risiken ins Gedächtnis: "Erinnern wir uns an den Angriff auf den Feuerwehrmann in der Silvesternacht."

In den politischen Reden kam das Thema immer wieder auf die geplante Fachhochschule und die hiesige Bewerbung zurück. "An dieser Sache können wir sehen, wie Castrop-Rauxel und der Kreis Recklinghausen in Düsseldorf repräsentiert werden. Nur einer fehlt: Landrat Jochen Welt könnte sich stärker einbringen", forderte Bundestagsmitglied Philipp Mißfelder.

Hendrik Wüst erklärte darauf in seinem Redebeitrag zum Thema Wirtschaft: "Prinzipiell wird gefördert, wer gute Ideen hat, sich dem Wettbewerb stellt und auch selbst Geld hineinsteckt." Hilmar Claus hakte an diesem Punkt ein und bezog ihn auf die FH-Bewerbung: "Wir sind eine Nothaushaltsgemeinde. Einen Eigenanteil dürften wir schon aufgrund dessen nicht zahlen. Wir brauchen die Unterstützung des Landes. So wie es soziale und geographische Unterschiede zwischen Deininghausen und Frohlinde gibt, so gibt es sie zwischen uns und anderen Städten. Ein Vergleich ist nicht möglich." jug

<p>Stadtverbandsvorsitzender Hilmar Claus (r.) überreichte THW-Ortsbeauftragtem Franz-Josef Rzymek (l.) und Zugführer Jan Steinbock den Förderpreis der Christdemokraten. RN-Foto Engel</p>

<p>Stadtverbandsvorsitzender Hilmar Claus (r.) überreichte THW-Ortsbeauftragtem Franz-Josef Rzymek (l.) und Zugführer Jan Steinbock den Förderpreis der Christdemokraten. RN-Foto Engel</p>

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