Fragebogen empört Eltern

Erhebung zur Schulwahl

Ohne Unterrichtung der Öffentlichkeit ist an den Grundschulen in dieser Woche die Befragung der Eltern über ihre Wünsche im Hinblick auf weiterführenden Schulen ab 2013/14 angelaufen. Von den Eltern hagelt es Kritik.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 12.10.2011, 20:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Fragebogen zur Schulwahl sind rund 1150 Eltern der Kinder der zweiten und dritten Schuljahre angesprochen.

Beim Fragebogen zur Schulwahl sind rund 1150 Eltern der Kinder der zweiten und dritten Schuljahre angesprochen.

Zum Schutz ihrer Kinder wollten sie anonym bleiben. Von den zehn Fragen werden insbesondere drei bemängelt: Die Frage 3 nach dem Wunschabschluss, die Frage 5 nach dem Zeitraum eines längeren gemeinsamen Lernens sowie die Frage 7 a nach möglichen Standorten einer neuen Sekundarschule.

Bei der Frage nach dem längeren gemeinsamen Lernen werde voraus gesetzt, dass man es wolle und lediglich nach dem Zeitraum gefragt. „Wo bleibt denn die Option, dass Eltern mit dem jetzigen Zustand zufrieden sind?“, hieß es. Und bei der Standortfrage, so Betroffene, werde verschwiegen, dass beispielsweise eine Option für eine Sekundarschule in der Stadtmitte weitreichende Folgen zu Lasten der funktionierenden Johannes-Rau-Realschule haben werde. Schuldezernentin Petra Glöß  räumte gegenüber unserer Redaktion ein, dass es Eltern geben könne, die sich provoziert fühlen könnten. Gleichzeitig verwies sie auf die Freiwilligkeit der Aktion hin: „Man muss die Fragen ja nicht beantworten.“

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